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»Jugend forscht«: CHG stellt zwei Regionalsieger

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Felix Richter (links) und Marcel Wolf, beide in der 7. Klasse, holten sich in der Kategorie Physik den 1. Platz. Sie entwickelten einen Versuchsaufbau, mit dem die Haltekraft verschiedener Klebstoffe pro Quadratzentimeter experimentell ermittelt werden konnte.
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Der Siebtklässler Noah Dormann entwickelte eine automatische Gummiaufziehmaschine für Saalflugzeuge und bekam dafür beim Regionalentscheid von »Jugend forscht« den 1. Preis in der Kategorie Technik.

Traunstein. Großer Erfolg für das Chiemgau-Gymnasium Traunstein: Mit dem Team Felix Richter/Marcel Wolf sowie Noah Dormann stellte die Schule gleich zwei Regionalsieger in den Fachgebieten Physik und Technik beim Wettbewerb »Jugend forscht«.


»Verwirkliche deine Idee«: Unter diesem Motto trafen sich nun viele Jungforscher aus Oberbayern, um bei der Airbus Group in Ottobrunn ihre Erfindungen und Experimente zu präsentieren. Das Chiemgau-Gymnasium war dabei mit sieben Teams vertreten und gehörte mit insgesamt fünf Platzierungen wieder zu den erfolgreichsten Schulen. Betreut wurden die Schüler von den Lehrern Veronika Schubert (Chemie) und Michael Götzinger (Physik und Technik).

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Dass man mit Klebstoff, wie in der Werbung gezeigt, einen Mann an die Zimmerdecke »kleben« könnte, war für Felix Richter und Marcel Wolf nicht zu glauben. Sie entwickelten deshalb einen Versuchsaufbau, mit dem die Haltekraft verschiedener Klebstoffe pro Quadratzentimeter experimentell ermittelt werden konnte. Eine Hochrechnung auf die Fläche eines Schuhs konnte die Werbefilme tatsächlich bestätigen. Die Jury belohnte die Idee, die altersgemäße Umsetzung, die schöne Darstellung sowie die exakte Bearbeitung der Fragestellung mit einem ersten Preis in der Sparte Physik.

Besonders beeindrucken konnte auch Noah Dormann. Er entwickelte eine automatische Gummiaufziehmaschine für Saalflugzeuge. Diese kann man zum Beispiel in einer Turnhalle fliegen lassen, als Antrieb fungiert ein aufgezogenes Gummistück. Der Siebtklässler baute eine per Microcontroller und Computer gesteuerte Vorrichtung, bei der ein Gummi nach bestimmten individuellen Vorgaben optimal aufgezogen wird. Der saubere Aufbau sowie die großen Programmierkenntnisse von Noah Dormann begeisterten die Jury, die dafür den 1. Preis im Bereich Technik verlieh. Die drei Siebtklässler dürfen nun Ende April zum von BMW ausgerichteten Landeswettbewerb nach Dingolfing fahren.

Niklas Joerger und Vincent Philipp stellten einen selbst gebauten bionischen Arm vor. Dieser ist wie ein menschlicher Arm aufgebaut und lässt sich über verschiedene Schalter elektrisch steuern. Die Jury würdigte die Leistung der beiden Schüler mit einem 3. Platz im Bereich Technik.

Ebenso wurden Barbara und Agnes Stockinger sowie Felix Weiß mit einem 3. Preis im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Von einer früheren Forschungsarbeit ausgehend entwickelten sie Laub als Dämmstoff weiter und testeten diese umweltfreundliche Dämmung an einem eigens gebauten Modellhaus. Temperaturmessungen und Aufnahmen mit einer vom »Sponsorpool Bayern« finanzierten Wärmebildkamera konnten die guten Dämmergebnisse bestätigen.

Einen 2. Platz im Fachgebiet Physik holten Lena Bächle und Louis Pleyer mit ihrem selbst gefertigten Entropierad. Dieses besteht aus einer Fahrradfelge, bei der statt den Speichen Gummis befestigt wurden. Wird das Rad im unteren Teil erwärmt, so beginnt es sich zu drehen. Es ist damit möglich – häufig ungenutzte – Wärmeenergie in Bewegungsenergie umzuwandeln.

Nico Stein baute eine voll funktionsfähige Lochkamera (Physik), Tilman Schwahn verglich eine Solarzelle und eine Grätzelzelle bei Verwendung verschiedener Farbstoffe und erhielt dafür einen Sonderpreis im Fach Chemie.