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Jubiläums-Fellnerfest auf dem Hochfelln

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Das Gipfel-Ensemble vom Hochfelln (Foto: Alois Maier) und auf einer Postkarte aus den 1950er Jahren: Kapelle und Haus sind am 6. August vor 125 Jahren eingeweiht worden. Dieses Jubiläum wird beim traditionellen Fellner-Fest am Donnerstag groß gefeiert. Das »Centenarkreuz« zu Ehren des Bayernkönigs Ludwig I. ist bereits vier Jahre früher, zum 100. Geburtstag des Monarchen, errichtet worden. Protagonisten dieser drei Bauwerke waren Bürger aus Traunstein, Bergen und Umgebung, die sich 1888 zum »Hochfellnhausverein« zusammengeschlossen hatten.
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Bergen – Beim Fellnerfest am Donnerstag am Hochfellngipfel werden zwei besondere Jubiläen gefeiert: Die Taborkirche wurde vor 125 Jahren geweiht, ebenso das Hochfellnhaus, das in diesem Jahr fertig erbaut worden war. Aus diesem Grund wird Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger aus Ruhpolding heuer den Berggottesdienst zelebrieren.


Begrüßt werden die Gäste vor dem Gottesdienst von Pfarrer Martin Appel aus Bergen. Die Bergmesse zum Patrozinium des Taborkirchleins am Fest Verklärung Christi beginnt um 10 Uhr. Um 9.45 Uhr wird das Hochfellhaus geweiht. Anschließend findet ein Kirchenzug zur Taborkirche statt. Umrahmt wird die kirchliche und auch die anschließende, weltliche Feier von der Ruhpoldinger Blasmusik. Bereits ab 7.30 Uhr bringt die Hochfelln-Seilbahn die Gäste zu ermäßigten Fahrpreisen auf den Hochfelln. Letzte Rückkehrmöglichkeit mit der Seilbahn ist um 17.45 Uhr vom Gipfel und um 18 Uhr von der Mittelstation. Natürlich ist für das leibliche Wohl in den Almen und am Gipfelhaus wie immer bestens gesorgt. Die Besucher des Gottesdienstes werden gebeten, eine rechtzeitige Auffahrt zu planen.

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Die Idee, auf dem Gipfel des Hochfelln eine Kirche zu errichten, geht auf den Bergener Pfarrer Otto von Mayer zurück. Der von ihm initiierte Hochfellnhausverein, gegründet am 2. Februar 1888 mit dem Ziel, eine Kapelle und ein Gipfelhaus zu errichten, verwirklichte den Bau. Bei der Grundsteinlegung am 25. Juli 1889 verstreute Pfarrer von Mayer geweihte Erde, die er von einer Reise ins Heilige Land vom biblischen Berg Tabor mitgebracht hatte, und begründete damit den Namen der Kirche. Nach gut einjähriger Bauzeit hielt Pfarrer von Mayer am 6. August 1890 den ersten Gottesdienst auf dem Hochfelln und weihte die Kirche. Damit war das Fellnerfest aus der Taufe gehoben, das jedes Jahr am 6. August gefeiert wird.

Bei einem Wintergewitter mit Blitzschlag am 3. Februar 1970 brannte die alte Kirche nieder. Weihbischof Ernst Tewes weihte am 26. September 1971 die neue Kirche. fb