weather-image
14°

Jubiläumsfeier mit Festgottesdienst und Festzug

5.0
5.0
Bildtext einblenden
So fesch kann man mit 150 Jahren daher kommen. Unser Bild zeigt den Festverein beim Kirchenzug.

Schleching. Dem Festsonntag zum 150. Jubiläum der Musikkapelle Schleching war nach der Verlegung durch das Hochwasser ein wunderbarer Tag gegönnt. Der Vormittag startete mit dem Kirchenzug zum Freialtar im Bichlfeld mit dem Festgottesdienst, den Pfarrer Josef Kreuzpointner zelebrierte. Nach der gemeinsamen Mittagszeit im Zelt und am Dorfplatz startete am Nachmittag der gewaltige Festzug, der vom Dorf bis zum neuen Friedhof mit Kriegerdenkmal reichte. Danach kamen alle zum Ausklang wieder im Festzelt zusammen.


Aufruf zur Hilfe für das benachbarte Kössen

Anzeige

Schon der Zug zum Freialtar war durch eine feierliche Stimmung mit Gedanken an die stark hochwassergeschädigte Nachbargemeinde Kössen geprägt. Festleiter und »Gamsgebirgler«-Trachtenvorstand Andi Hell rief am Freialtar zur Hilfe für Kössen auf. Die Kollekte und der Erlös einer Sammlung im Festzelt sind für die Nachbarn vorgesehen. Die Schlechinger Alphornbläser stimmten auf den Festgottesdienst ein, die Musikkapelle Schleching gestaltete die Eucharistiefeier mit der »Cäcilien-Messe«.

»Während die Musikkapelle sonst zur Erhöhung und Verschönerung einer kirchlichen Feier beiträgt, gilt es heute, sie selbst zu ehren und ihr zu danken«, begann Pfarrer Kreuzpointner seine Predigt. Aber auch mahnende Worte fand er: »Sind Glaube und Kirche nur noch etwas für Taufe, Erstkommunion, Firmung und eventuell Hochzeit, und dann erst wieder, wenn das Erdenleben zu Ende geht?« Alte und besonders kostbare Musikinstrumente landeten in Museen. Soweit dürfe es mit dem Glauben und der Kirche nicht kommen. »Mit diesem Gottesdienst feiern wir nicht nur ein Jubiläum, wir feiern auch unseren Gott, der in den vergangenen 150 Jahren die Schlechinger Musikkapelle durch alle Höhen und Tiefen begleitet und geführt hat.«

Zurück im Festzelt spielte neben der Musikkapelle Schleching die Musikkapelle Marquartstein mit Kapellmeister Rupert Kammhuber auf, während viele Helfer für die Bewirtung der Gäste sorgten.

Den Festzug am Nachmittag führte ein prächtiges Gespann des Hofbräuhauses Traunstein mit Braumeister Maximilian Sailer und Festleiter Andi Hell an, gefolgt von Pfarrer Josef Kreuzpointner, Bürgermeister Josef Loferer, dem Vorstand des Musikvereins, Wolfgang Bachmann sowie den Gauvorständen des Chiemgau Alpenverbandes Miche Huber und Lambert Huber.

Aus der Nachbarschaft waren vertreten der Patenverein Gebirgsschützenkompanie Wössen-Achental mit Kanone und die Musikapellen von Unterwössen, Marquartstein, Reit im Winkl und Schwendt. Der Trachtenverein »D' Gamsgebirgler« war mit vielen Kindern, zahlreichen Röckefrauen, Gamswagen und Leutwagen der größte teilnehmende Verein. Von den übrigen Schlechinger Vereinen und Gruppierungen fielen die Alphornbläser und der Männerchor auf sowie eine Fahnenabordnung der Krieger- und Soldatenkameradschaft und die Pferdefreunde Schleching mit Standarte. Durch den Gegenzug ab dem Kriegerdenkmal sahen auch die Teilnehmer alle Gruppen. Für den reibungslosen Ablauf sorgten Feuerwehr und Bergwacht.

Bei der Rückkehr zum Zelt standen die Musikanten der Musikkapelle Schleching Spalier und der Kanonier der Gebirgsschützen schoss Salut. Die befreundeten Musikkapellen überreichten als Geschenk alles, was zu einer deftigen Brotzeit gehört. Sie erhielten als Ehrengabe ein Bild der neuen großen Musikkapelle Schleching.

Für musikalischen Blasmusikgenuss sorgten Gäste und Gastgeber abwechselnd. Nach langem Aufspielen der Musikkapelle Wössen forderte Musikmeister Martin Nieß Kapellmeister Walter Reisenauer von der Musikkapelle Schleching zum gemeinsamen Spiel auf. Die Musikanten spielten im Stehen, damit alle Platz auf der großen Bühne fanden. Danach ließen die Schlechinger das Fest musikalisch ausklingen.

Vorstand Richard Prasser war voll des Lobes für die befreundeten Musikkapellen, die Gebirgsschützenkompanie und alle anderen Beteiligten. Sein Dank galt auch den Trachtenvereinen, die der Verlegung des Achental-Jugendpreisplattlns und Dirndldrahns auf den Samstagnachmittag zugestimmt hatten. Vielmals Danke sagte zum Schluss auch Kapellmeister Walter Reisenauer für die gelungene Festwoche. bre