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Jubiläum mit vier Pfarrern

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Zusammen mit Pfarrer Rudolf Scheller (2.von links) feierten auch die ehemaligen Pfarrer (von links) Bernd Blum, Sämann Wagner und Dr. Helge Siemers das Kirchenjubiläum. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Es passte alles: Girlanden und Blumenschmuck, Blaskapelle und Fahnenabordnungen, festlich gestimmte Ehrengäste und viele Besucher, gutes Wetter und eine hervorragende Verpflegung, ein musikalisch umrahmter Festgottesdienst und ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. In großem Rahmen und im Beisein von drei ehemaligen Pfarrern feierte die evangelische Ewigkeitskirche für Übersee, Bergen und Grabenstätt ihr 50. Jubiläum.


»Es war eine zunächst spärliche und mühsame Entwicklung«, sagte Bürgermeister Marc Nitschke bei seinem Rückblick auf die Anfänge des evangelischen Gemeindelebens ab 1930 in Übersee. Der damalige Traunsteiner Pfarrer Ludwig Nicol versorgte zumeist per Fahrrad Übersee und anschließend Reit im Winkl mit ersten sonntäglichen Gottesdiensten.

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Ab 1934 standen der kleinen evangelischen Gemeinde dann ein Betsaal im Schulhaus, ab 1940 zwei Privaträume bei der Bahnschranke und seit 1949 ein Betsaal im ehemaligen HJ-Heim am Alberer Weg zur Verfügung. Anfang der 60er Jahre wurde dann das Grundstück am jetzigen Standort erworben und mit dem Kirchenbau begonnen.

Die Einweihung des markanten, siebeneckigen Hauses am 10. Oktober 1965 sowie später des Pfarr- und Gemeindehauses am 27. April 1980 waren Meilensteine in der Kirchenchronik. Dazwischen, im Jahr 1969, war Übersee mit Bergen und Grabenstätt eine selbstständige Kirchengemeinde geworden.

In seinem Grußwort betonte der Bürgermeister seine enge persönliche Verbindung zur Ewigkeitskirche. Er war dort von den am Festtag anwesenden Pfarrern Sämann Wagner und Dr. Helge Siemers getauft und konfirmiert worden.

Der Festgottesdienst in der voll besetzten Kirche wurde musikalisch umrahmt von Heribert Pieper (Orgel) und Günter Fesl (Geige). Dekan Peter Bertram ging in seiner Festpredigt auf die Bezeichnung »Ewigkeitskirche« ein: »Man kann den Namen fast als Programm verstehen, denn Gott ist ewig und bis zum Ende unserer Tage bei uns.«

Auch Pfarrer Rudolf Scheller ermutigte zu einem Miteinander mit Gott und zu allen Menschen unseres Lebensumfeldes und rief dazu auf »überall Spuren der Liebe zu hinterlassen«. Von einem guten Miteinander in der Vergangenheit und für die Zukunft sprachen auch die katholischen Gemeindereferenten Luitgard und Richard Mittermaier.

Von früheren Zeiten berichteten der Architekt und Erbauer der Kirche, Franz Lichtblau, und Pfarrer Sämann Wagner, der über acht Jahre lang in Übersee gewirkt hatte. Nach Wagners Worten sei der Kirchenanbau damals nicht nur eine Sache der evangelischen Gemeinde, sondern des ganzen Dorfes gewesen.

Beim anschließenden Gemeindefest ließen die Gäste unter den Klängen der Blaskapelle als Zeichen der Freude Luftballons in den Himmel steigen. Mit Einradfahren, Hüpfburg und vielem mehr gab es auch für die Kleinen ein abwechslungsreiches Programm. bvd

Blattl Sonntag Traunstein