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Joseph Schillinger erhielt den Musikförderpreis

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Den Förderpreis 2014/2015 erhielt Joseph Schillinger (Zweiter von links). Die Übergabe nahmen der Vereinsvorsitzende, Altoberbürgermeister Fritz Stahl (von links), Oberbürgermeister Christian Kegel und Musikschulleiter Georg Holzner vor. (Foto: Buthke)

Traunstein – Der Traunsteiner Joseph Schillinger ist der Gewinner des Förderpreises des Vereins »Freunde der Musik – Förderverein der Musikschule Traunstein« des Musikschuljahrs 2014/2015. Zusammen mit Oberbürgermeister Christian Kegel und dem Leiter der Musikschule, Georg Holzner, übergab der Vereinsvorsitzende, Altoberbürgermeister Fritz Stahl, die Auszeichnung im Alten Ratssaal des Rathauses. Der Preisträger übernahm praktischerweise gleich mit seinem Horn die musikalische Gestaltung der Feier. Begleitet wurde er von Musiklehrerin Maria Bittel.


Der Förderverein habe es sich in seiner Gründungsversammlung 2010 zur Aufgabe gemacht, das verdienstvolle Wirken der Musikschule zu unterstützen, um die engagierte Förderung der Stadt Traunstein zu ergänzen und öffentlich zu zeigen, dass Musikfreunde und Bürger die sehr wichtige Bildungseinrichtung Musikschule nicht nur mit Worten unterstützen, erklärte der Vorsitzende. »Mit dem zum vierten Mal ausgegebenen Förderpreis helfen Gönner und Verein, das an der Musikschule Gelernte kreativ zu vertiefen, die Gemeinschaft zu pflegen, die Freude am Musizieren zu stärken und Talente zu fördern«, so Stahl.

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Vorstandschaft folgte Empfehlung der Jury

Im Rahmen der Aktion Förderpreis 2014/2015 hätten sich im Januar aufgrund von Vorschlägen der Musiklehrer ausgewählte Schüler der Musikschule in einer Sonntagsmatinee Jury und Publikum vorgestellt. Die Jury habe empfohlen, nur einen ersten Preis zu vergeben. »Mit der Erarbeitung ihrer Empfehlung machten es sich die Juroren nicht einfach, denn eine zusätzliche Förderung hätten viele aufgrund ihres Könnens und ihres Einsatzes verdient«, sagte Stahl.

Die Vorstandschaft des Fördervereins sei der Empfehlung der Jury gefolgt und habe für dieses Mal einen ersten Preis von 500 Euro zugesagt. Verwendet wird das Geld vom Preisträger für zusätzliche Übungsstunden. Für das Schuljahr 2015/2016 könnten wieder Förderpreise ausgelobt werden, kündigte der Vorsitzende an. Dafür stünden Mittel von maximal 1000 Euro zur Verfügung.

»Die Aktion Förderpreis möchte ermuntern und will ermöglichen, dass Lernen, Fortbildung und die Freude am Musizieren erreicht werden, eine Ergänzung der wichtigen Kulturarbeit der Musikschule sein und so den Schülern der Musikschule mit einer örtlich angemessenen Unterstützung helfen, die direkt ankommt«, sagte Stahl.

Es sei allen eine große Freude, wie bunt, vielfältig, lebendig und Freunde bringend die Schüler der Musikschule immer wieder auftreten würden und durch ihr Musizieren Freude schenkten. Oft sei es mühsam, dass sie sich zum Üben überwinden, ihre Familien Fahrdienste leisteten oder Ermutigungen aussprächen. Sein Dank galt daher den Familien für ihr Mitwirken und den Schülern, dass sie sich immer wieder neu auf das Üben und Lernen einließen. Ebenso bedankte Stahl sich beim Oberbürgermeister, dessen Vorgänger Manfred Kösterke und dem Stadtrat, dass sie die Arbeit des Fördervereins stets aufgeschlossen unterstützt hätten. »Ich bin mir sicher, dass es weiter so sein wird.«

Ein Förderpreis sei eine Form der Unterstützung des kulturellen Nachwuchses, der üblicherweise neben dem Hauptpreis vergeben werde, sagte Musikschulleiter und zweiter Vereinsvorsitzender Holzner. Daneben existierten auch Förderpreise, die selbst Hauptpreis für besonderen Einsatz auf einem staatlich oder zivilgesellschaftlich erwünschtem Terrain seien. »Er soll den Empfängern wie den Stiftern auch willkommene Medienaufmerksamkeit einbringen«, so Holzner.

Für den Förderpreis 2014/2015 habe es vier Aspiranten gegeben. »Alle hätten den Förderpreis verdient«, sagte er. Wer musiziere, der kümmere sich nicht nur um das eigene Wohl, sondern auch um das der Zuhörer. Die Erfahrung zeige, dass Musikausbildung und damit Gruppenerfahrung bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz von Vorteil sei.

Er erinnere sich noch gerne an die Vorspielmatinee, meinte Oberbürgermeister Kegel. »Ich war hoch begeistert von dem, was ich von Joseph Schillinger gehört habe.« Kinder zu begleiten und sie musikalisch erwachsen zu machen, sei eine ehrenvolle Aufgabe der Musikschule. Wenn es um Preise gehe, dann brauche man als Stadt und Musikschule einen Förderverein, der sich auf die Fahnen schreibe, dass besondere Leistungen extra honoriert würden. »Wenn einer besondere Leistungen erbringt, dann ist es schön, wenn er sich nicht nur selbst auf die Schulter klopfen muss, sondern die Gesellschaft sagt, er hat etwas verdient. Was auch Ansporn sein soll«, so Kegel.

Das Stadtoberhaupt ließ seinen Worten auch gleich noch Taten folgen, indem er den Förderpreis aus seinem persönlichen Etat um 200 Euro aufstockte. Bjr