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Josef Schuhbeck weiter Jagdvorsteher in Marquartstein

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Die neu gewählte Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Marquartstein-Unterwössen besteht (von links) aus Kassier Anton Drexl, Schriftführer Ulrich von Ribaupierre, Jagdvorsteher Josef Schuhbeck, den Beisitzern Simon Ager und Sebastian Rappl sowie dem neuen Stellvertretenden Jagdvorsteher Ulrich Scheck. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Josef Schuhbeck, Unterwössen, ist weiter Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Marquartstein-Unterwössen. Dies ist das Ergebnis der Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Weßner Hof. Neuer Stellvertreter ist Uli Scheck, Landwirt aus Marquartstein, da der bisherige Stellvertreter Jakob Ungerer nicht mehr zur Wahl antrat. Weiter wurden Ulrich von Ribaupierre als Schriftführer bestätigt, als Kassier Toni Drexl und als Beisitzer Simon Ager und Sebastian Rappl. Auch die Kassenprüfer Hubert Hell und Josef Hinterholzer nahmen die erneute Wahl nach fünf Jahren wieder an.


In seinem Rechenschaftsbericht erläuterte Jagdvorsteher Schuhbeck das Verbissgutachten, das wie in den vorausgegangenen Jahren ein befriedigendes Ergebnis aufwies. Bei den Besprechungen und der Festlegung der Abschusspläne für Rotwild habe er teilgenommen, so der Jagdvorsteher. Es bleibe bei den bisherigen Abschusszahlen, die beim Rotwild mit vier und auf der vom Forst dazu gepachteten Fläche auf drei Stück Rotwild und zwei Gemsen festgesetzt wurden. Für Rehwild bestehe nach wie vor der Dreijahresplan mit jährlich elf Stück. Derzeit laufe ein Pilotprojekt mit dem Ziel der Abschaffung des Abschussplans für Rehwild, so Schuhbeck. Es sei aber noch nicht sicher, ob das für diesen Jagdbereich sinnvoll sei. Bis zum nächsten Jahr solle dafür eine Abstimmung mit Reinhard Lampoltshammer vom Bayerischen Bauernverband erfolgen.

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Immer mehr Sauen würden beobachtet, berichtete der Jagdvorsteher. Ihr Verbreitungsgebiet reiche inzwischen über Grabenstätt hinaus bis Übersee, wo bereits mehrere Tiere erlegt wurden. Auch in Grassau seien Fährten gefunden worden, im Bereich Marquartstein-Unterwössen noch nicht. Diese Situation würden die Jäger im Auge behalten und darüber berichten, so Schuhbeck.

Zur Tbc-Problematik informierte er, dass die Untersuchungen des Veterinäramtes an Wild und Almweidetieren bisher ohne Vorkommnisse verlaufen seien. Die Auszahlung des Jagdschillings im vergangenen Sommer habe sich verzögert, aber jetzt sei die Bankkontenumstellung fertig, so der Jagdvorsteher. Da eine »Holschuld« bestehe, müssten sich die Genossen im Zweifelsfall melden und ihre Bankverbindung beim Kassier melden.

Es folgte der Kassenbericht von Anton Drexl. Die Auszahlung für 167 Jagdgenossen mit den neuen IBAN-Konten sei vorbereitet. Einige Fehlbuchungen seien zurückgekommen. Die Überweisungen erfolgten in diesen Tagen mit rund 20 Euro pro Hektar. Ein Restbetrag sollte für eventuelle Nachmeldungen stehen bleiben sowie für laufende Ausgaben.

Nach der Verlesung der Protokolle durch Schriftführer Ulrich von Ribaupierre berichtete Jagdpächter Josef Kurz-Hörterer über die Ergebnisse des abgelaufenen Jagdjahres: An Rotwild konnte nur ein Spießer und im gepachteten Forstbereich ein Kalb und zwei Gemsen erlegt werden, dazu zwölf Stück Rehwild, davon fünf im Straßenverkehr, außerdem weitere zehn Füchse. Das Plansoll sei damit nicht erfüllt worden, so Kurz-Hörterer. Danach stimmte die Versammlung beinahe einstimmig für die Verlängerung des Pachtvertrags mit Josef Kurz-Hörterer für weitere fünf Jahre. Bedingungen sind 3000 Euro Jagdpacht, Jagdessen und Kaffeekranzl für die Frauen. gi