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Josef Lechner bleibt Obermeister

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Die Zimmerer-Innung bestimmte ihre Führungsmannschaft neu (von links): Bernd Resch, Josef Bachmayer, Herbert Koch jun., Franz Plank, Ludwig Hartl, Florian Hölzl, Obermeister Josef Lechner, sein Stellvertreter Norbert Kendler sowie Ehrenobermeister Ewald Enzinger. (Foto: Wittenzellner)

Josef Lechner bleibt Obermeister der Zimmerer-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land. Bei der Jahreshauptversammlung der Innung im Gasthaus Sailer-Keller in Traunstein wurde der Zimmerermeister aus Kay einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neu wurde als sein Stellvertreter Norbert Kendler aus Neukirchen gewählt.


Lechner ging in seinem Kurzbericht zum vorangegangenen Geschäftsjahr auf die diversen Aktivitäten der Innung ein, wobei die Freisprechungsfeier Ende Juli traditionell der Höhepunkt im Innungsleben war. Aber auch die Herbstversammlung im historischen Saal auf der Burg in Tittmoning im Handwerkersaal war ein besonderes Erlebnis für die Zimmerer. Die Stimmung im Holzbau sei in den Betrieben praktisch durchgehend gut. »Jeder, der bodenständig arbeitet, ist gut ausgelastet.« Neben dem Neubau sei nach wie vor die Gebäudesanierung ein tragender Pfeiler des Geschäfts für das Zimmererhandwerk.

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Weiter bestehende Sorgen um die Geldwertstabilität sowie das niedrige Zinsniveau helfe dem Zimmererhandwerk benötigte Aufträge zu generieren. Insgesamt gäbe es 200 Zimmererbetriebe mit entsprechender Gewerbeeintragung in den beiden Landkreisen, wobei aber nur 41 berufsverbandlich in der Innung organisiert sind. Man wolle sich gemeinsam um neue Innungsmitglieder bemühen und für eine Mitgliedschaft werben.

Lehrlingswart Josef Bachmayer sagte in seinen kurzen Ausführungen zur vergangenen Gesellenprüfung, dass von 34 angetretenen Auszubildenden 32 die Prüfung erfolgreich bestanden hätten. Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,9 in Praxis und Theorie konnte ein ordentliches Ergebnis erreicht werden. Bachmayer wies auf die gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen in Traunstein und Traunreut sowie dem Bildungszentrum hin. Eine »super Truppe« seien die Ausbilder in Schule und Bildungszentrum, ergänzte Obermeister Lechner lobend.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Traustein-Berchtesgadener Land, Gerhard Wittenzellner, legte den anwesenden Mitgliedern die Zahlen der Jahresrechnung 2013 vor, die ein finanziell geordnetes Bild der Innung zeigte, wozu auch eine Reihe von Fördermitgliedern durch ihr finanzielles Engagement beitrugen. Der Haushaltsplan 2014 wurde einstimmig verabschiedet.

Wichtiger Punkt der Jahreshauptversammlung war die turnusgemäße Neuwahl des Innungsvorstandes. Weitere Vorstandsmitglieder neben Lechner und Kendler sind wie bisher Josef Bachmayer aus Bergen, Franz Plank aus Frabertsham und Bernd Resch aus Berchtesgaden. Neu hinzu gekommen sind Herbert Koch jun. aus Ainring, Florian Hölzl aus der Ramsau sowie Ludwig Hartl aus Palling; damit ist auch künftig eine paritätische Besetzung aus den Landkreisen gewährleistet. Als Rechnungsprüfer wurden Josef Gramelsberger aus Übersee und Hans Donhauser aus Seebruck wiedergewählt.

Habla brach eine Lanze für die Innungen

Die Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen. Ehrenobermeister Ewald Enzinger wird auch weiterhin dem Vorstand in bewährter Weise zur Verfügung stehen. Den auf eigenen Wunsch ausscheidenden Vorstandsmitgliedern dankte der Obermeister für ihre konstruktive Mitarbeit.

Alexander Habla, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Zimmererverbandes, stellte in seinem Vortrag die Vorteile heraus, die durch eine Mitgliedschaft in der Innung bestehen. Obermeister Lechner bedauerte, dass zu der Veranstaltung nicht auch Nichtmitglieder gekommen waren. »Denen wollten wir die Vorteile einer Mitgliedschaft hauptsächlich aufzeigen«, sagte der Obermeister. Hauptgeschäftsführer Habla freute sich trotzdem über die »geballte Macht«, die die Anwesenden symbolisierten. »Es geht nur etwas vorwärts, wenn man sich zusammenschließt«, brach er eine Lanze für die Innungen. Gerade auch wenn es darum gehe, Forderungen der Branche politisch durchzusetzen, brauche man die 58 Innungen in Bayern und die bundesweiten Handwerkervereinigungen. awi