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Josef Konhäuser kandidiert für das Amt des Landrates

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Bei der Kreisversammlung in Traunstein wählte die SPD ihre Vorstandschaft: (von links) Martin Baumann (Öffentlichkeitsarbeit), Hans-Michael Weisky (Kassier), Monika Berlitz (stellvertretende Vorsitzende), Dirk Reichenau (Vorsitzender), Marion Baumgartner (Schriftführerin).

Traunstein. Josef Konhäuser aus Ruhpolding wird sich bei den nächsten Kommunalwahlen wieder um das Amt des Landrates bewerben. Der SPD-Kreisverband tagte am Freitag in Traunstein und wählte dabei auch seinen Kreisvorstand. Als Vorsitzender wurde Dirk Reichenau aus Tittmoning bestätigt. Gleichberechtigte Stellvertreter wurden Monika Berlitz aus Bergen und Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler. Als Kassier wurde Hans-Michael Weisky aus Trostberg bestätigt, neue Schriftführerin wurde Marion Baumgartner aus Ruhpolding, Pressereferent Martin Baumann aus Ruhpolding.


Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt für die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Natalia Wolf aus Traunstein, für die Arbeitsgemeinschaft 60 plus Jörg Weickl aus Schleching, für die Jungsozialisten Sepp Parzinger aus Bergen sowie für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen Helmut Haigermoser aus Tacherting. Die Kreistagsfraktion wird durch Traudl Wiesholer-Niederlöhner aus Traunstein im Vorstand vertreten.

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Über die Arbeit der Kreistagsfraktion berichtete Josef Konhäuser. Dabei stellte er besonders das Engagement des Arbeitskreises Umwelt unter Leitung von Monika Berlitz in den Vordergrund, welche ein fertiges nachhaltiges Müllkonzept mit einem erweiterten Holsystem entwickelt hatte. Leider wurde es im Kreistag von der Mehrheit abgelehnt; aber wichtige Gesichtspunkte wurden dann doch in das Kreiskonzept der zukünftigen Wertstoffentsorgung übernommen. Bereits jetzt können 64 Prozent des Stroms im Landkreis aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im Bereich der Sonnenenergienutzung sei man an der Spitze. Im Bereich der Wasserkraft wäre noch vieles möglich, so Konhäuser. Hierbei komme man jedoch nur sehr langsam voran. Das Wichtigste bei der Realisierung alternativer Energiekonzepte sei es, die Bürger frühzeitig einzubinden. Nur so könne man die Betroffenen gewinnen. Bezahlbares Wohnen sei auch in unserem Landkreis ein wichtiges Thema. So gebe es viele gute Gründe, warum die SPD-Fraktion im Kreistag der Erhalt und die weitere positive Entwicklung der landkreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft so wichtig seien, betonte Konhäuser.

Man sei sehr erfreut, dass nun auch der ganze Kreistag dies so sehe und deshalb auch die gut geführte und erfolgreiche Wohnungsbaugesellschaft nicht zum Schuldenabbau verkaufe. Zum Abschluss bat Josef Konhäuser um Vertrauen der Kreis-SPD für seine erneute Kandidatur zum Landrat. Dabei setze er nicht auf Platz, sondern kandidiere, um der nächste Landrat zu werden.

Peter Aumeier aus Kirchanschöring stellte im Rahmen der Diskussion die Gefährdung des Waginger Sees heraus. Er forderte dazu auf, die Petition an den Bayerischen Landtag mitzutragen, in welcher ein nachhaltiges und umfassendes Sonder-Sofortprogramm zur Rettung des Waginger Sees gefordert werde. Kreisvorsitzender Dirk Reichenau griff diesen Vorschlag auf und berichtete von den schon lange zurückliegenden Aktivitäten zur Rettung des Sees.

Bereits 1988 hatten die Jungsozialisten die vielen toten Weißfische im See zum Anlass genommen, eine Lösung auch für die Zukunft des Sees einzufordern. Leider sei aber nichts Entscheidendes geschehen. Nun müssten alle an einem Strang ziehen, um eine wirklich nachhaltige Lösung zu entwickeln und eine Finanzierung durch die Staatsregierung anzustreben. Denn, so Reichenau, die Kommunen dürfen nicht wieder alleine gelassen werden.