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Johannes Hofmeister wird Nachfolger von Hermann Gschirr

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Kirchanschöring – Sichtlich betroffen zeigte sich der Gemeinderat Kirchanschöring bei seiner jüngsten Sitzung über den Tod von Hermann Gschirr, der seit 1990 Mitglied im Gemeinderat war und am 25. März verstarb. Über seine Nachfolge im Rat musste trotzdem entschieden werden und Bürgermeister Hans-Jörg Birner gab bekannt, dass Johannes Hofmeister, auf dem dritten Platz der Listennachfolge der CSU das Amt annehmen wird.


Die Listennachfolgerinnen auf Platz 1 und 2, Ellen Schütte und Maria Schabert, hatten das Amt schriftlich abgelehnt. Die Gemeinderäte stimmten der Berufung Hofmeisters zu. Er wird bei der übernächsten Sitzung am 23. Juni vereidigt, da er im Mai beruflich verhindert ist.

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Über den von Dr. Michael Hüller eingereichten Antrag zum Ausschluss der Verwendung bestimmter Brennstoffe im Baugebiet Ost II wurde reichlich diskutiert. Der Verwaltungsvorlage zufolge sollte zunächst nur Heizöl ausgeschlossen werden. Schnell war sich aber die Mehrheit der Gemeinderäte einig, dass sie noch einen Schritt weitergehen möchten. So wurde auch ein Betreiben von Feuerungsanlagen mit Erdgas ausgeschlossen.

Vorschrift ist höchstrichterlich abgesegnet

Laut Birner wird das so bereits in anderen Gemeinden umgesetzt und ist zum Beispiel in Dänemark im größeren Umfang üblich. In Bayern ist eine solche Vorschrift laut höchstrichterlichem Beschluss auch rechtlich haltbar. Nach Erörterung der Ergebnisse der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden fasste der Gemeinderat einstimmig den Satzungsbeschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans.

Auf Anfrage des Landratsamts übernehmen jetzt zwei der in Kirchanschöring untergebrachten Flüchtlinge das Ausräumen des ehemaligen »Reschberger-Anwesens« in Lampoding, das jetzt Gemeindeeigentum ist. Sie werden im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs auch dafür entlohnt.

Der Antrag der Firma Polzer auf Änderung des Bebauungsplans »Kirchanschöring Ost« konnte vom Gemeinderat in dieser Sitzung noch nicht beschlossen werden. Die angeforderten Daten sind zu knapp vor der Sitzung eingegangen und es fehlten noch ein paar Angaben, somit vertagt sich die Entscheidung auf die nächste Sitzung Ende Mai.

Dem Antrag einer Familie in Wolkersdorf auf Erweiterung der Ortsabrundungssatzung wurde bei nur einer Gegenstimme zugestimmt, nachdem der Standortvorschlag des Kreisbaumeisters berücksichtigt wurde. Dieser ist auch ein Kompromissvorschlag zu den Belangen der Nachbarschaft. Jetzt steht dem nächsten Schritt, in geringerer Höhe und weiter auf das benachbarte Grundstück, ebenfalls in Familienbesitz, versetzt zu bauen, nichts entgegen. Jedoch werden alle Belange nochmals eingehend im Bauleitplanverfahren behandelt.

Der Gemeinderat zeigte sich interessiert an den Plänen des Bauherrn, der das Zuhaus auf seinem Grundstück in ein Wohnhaus mit zwei Wohnungen mit eingebauten Schleppgauben umbauen möchte. Die Gemeinderäte konnten dem Antrag einstimmig das Einvernehmen erteilen, wobei Birner betonte, dass ein »Zurück« im Sinne eines künftig neuen, zusätzlichen Zuhauses damit ausgeschlossen sei.

Geräteschuppen in Wolkersdorf ist möglich

Nachdem alle Nachbarn einverstanden waren, stimmte der Gemeinderat dem Antrag auf Ausnahme der Ortsabrundungssatzung in Wolkersdorf zu. Der Bauherr möchte auf seinem Grundstück nahe der Einfahrt einen Geräteschuppen von fünf mal fünf Meter für Geräte und als Unterstellmöglichkeit für die Fahrräder der Urlaubsgäste bauen. Da die geplante Hütte an diesem Standort doch 2,50 Meter in die Ortsrandeingrünung ragt, war hier die Zustimmung des Gemeinderats für die eigentlich verfahrensfreie Aufstellung des Geräteschuppens notwendig.

Auch dem Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan Hipflham II zum Bau einer Terrassenüberdachung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Die Nachbarn hatten sich bereits schriftlich einverstanden erklärt.

Bei der Bürgerversammlung hatte ein Bürger gefragt, ob die Leitplanke in der Pöllerkurve wieder mit einem Unterfahrschutz ausgestattet werden kann. Nachdem Geschäftsleiter Peter Schuster die Anfrage ans Landratsamt weitergeleitet hatte, war das Ergebnis, dass das Landratsamt mindestens einen Unterfahrschutz auf Höhe der Kurve plane. Zum Umsetzungstermin konnte Schuster keine Aussage machen. rei