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Johanna Weißenbacher darf nach Sotschi

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Johanna Weißenbacher aus Grassau (Archivbild) ist »Botschafterin« des Jugendsports« in Sotchi.

Grassau. Als »Botschafterin« des Jugendsports in Deutschland darf Johanna Weißenbacher aus Grassau gemeinsam mit weiteren 39 Jugendlichen am »Deutschen Olympischen Jugendlager Sotschi 2014« teilnehmen. Sie wurde aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Im Rathaus trafen sich die Sponsoren, die die Reise der 17-Jährigen mit insgesamt 1000 Euro unterstützen und erfuhren wie Johanna Weißenbacher zu diesem außergewöhnlichen Jugendcamp kam.


Die Schülerin (FOS Traunstein) gehört zu den besten Skifahrerinnen des Chiemgaus. Zahlreiche Wettbewerbe konnte sie gewinnen, darunter die Chiemgaumeisterschaft und beim Deutschlandpokal (Schwabenpokal) landete sie auf dem ersten Platz.

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Aber nicht nur die sportlichen Erfolge waren für eine erfolgreiche Bewerbung des vom Deutschen Olympischen Sportbunds ausgeschriebenen Jugendlagers ausschlaggeben. Es wurde auch nach dem sozialen und kulturellem Engagement der Nachwuchssportler gefragt, erklärte Johanna Weißenbacher. Sie konnte hier auch die Mitgliedschaft im Trachtenverein sowie die Vorliebe für Musik ins Feld führen. Dass ihre Bewerbung letztlich Erfolg hatte, war für sie überraschend, zumal das Bewerberfeld sehr groß war. Die Ausschreibung habe sie im Internet gefunden und sie wurde zudem von ihren Trainern darauf hingewiesen. Große Unterstützung habe sie von ihren Eltern Hans und Anneliese Weißenbacher erhalten und dies nicht erst jetzt. Schon von Kindesbeinen an wurde das Talent der Skiläuferin gefördert.

»Ich freue mich auf Sotschi und darf dort olympische Luft schnuppern«, so Johanna Weißenbacher. »Wir werden auf einem Luxusschiff, nur einen Kilometer vom Sportzentrum entfernt, untergebracht und dürfen auf dem Schiff sämtliche Fitnesseinrichtungen nützen«, erklärte sie. Auf dem Plan stehen Wettkampfbesuche in den verschiedenen Disziplinen sowie ein Besuch des Olympischen Dorfes. Zudem werden verschiedene kulturelle Veranstaltungen besucht und die Jugendlichen eingekleidet, so dass sie nach außen auch als deutsche Botschafter zu erkennen sind.

Nach dem Willen des DOSB (Deutschen olympischen Sportbund) soll den Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, die olympische Atmosphäre im Sinne der olympischen Spiele zu erleben und dies wiederum soll die Motivation für den Leistungssport und für das Engagement im Sportbereich steigern. Auch soll die Kultur des Gastgeberlandes dabei kennen gelernt werden. Sie berichtete von dem Vorbereitungstreffen, das in Baden-Baden stattfand. »Wir sollen den Sportbund Deutschland repräsentieren. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Sportbund, rund 1500 Euro sollen die Jugendlichen selbst aufbringen, wobei für die Übernahme von 1000 Euro Sponsoren gesucht werden sollten. Johanna hatte es hierbei nicht schwer, denn neben der Gemeinde Grassau und der VR Bank Rosenheim-Chiemsee bekommt sie finanzielle Unterstützung auch vom Skiclub Grassau und vom Verein zur Förderung des Jugendsports.

Ihn freue, so Bürgermeister Rudi Jantke, dass eine junge Nachwuchssportlerin aus Grassau nach Sotschi fahren darf, um dort die olympische Atmosphäre zu erkunden. Dies sei eine einmalige Chance. Johanna sei hierbei auch ein wenig Repräsentantin für Grassau, das Achental und für Bayern. Gut sei, dass es vor Ort eine Bank gebe, die junge Sportler so unterstützt, dankte Jantke. Die Grundlage für Johannas Erfolge habe der Skiclub Grassau geschaffen, der eine sehr gute Jugendarbeit leiste, hob Jantke hervor. tb