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Johanna Speicher ist nun Bereitschaftsleiterin

Johanna Speicher (rechts) ist die Nachfolgerin von Stephan Falkner. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Die Erleichterung bei der BRK-Ortsgruppe Reit im Winkl ist groß: Nachdem Stephan Falkner aus beruflichen Gründen die Leitung der Ortsgruppe abgeben musste, ist nun eine Nachfolgerin gefunden: Johanna Speicher ist nun neue Bereitschaftsleiterin.


»Ich habe mir das gut überlegt«, sagt die 23-Jährige, »und ich glaube, man wächst an seinen Aufgaben.« Ihr Vorgänger zeigte sich erleichtert, dass die Nachfolge der Bereitschaftsleitung nun geregelt sei.

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Seit neun Jahren ist die gelernte Bäckerin Speicher beim Roten Kreuz, seit kurzem arbeitet sie als Rettungssanitäterin auch hauptamtlich beim BRK in Traunstein. Nachdem mit der Kreisbereitschaftsstelle in Traunstein intensiv zusammengearbeitet werden müsse, sei diese Konstellation für die Ortsgruppe freilich ein Glücksfall. »Aber ich habe diese Aufgabe schon auch deshalb übernommen, damit es weitergeht«, betont die gebürtige Reit im Winklerin.

Sie hofft, dass die reibungslose Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Sanitätern, die im gleichen Gebäude des erst im Herbst 2009 neu eingeweihten Dienstgebäudes am Donnersgattern untergebracht sind, weiterhin so gut funktioniere. Das erfordere viel Kommunikation und viel Zeit, fügt sie hinzu. Als ein weiteres Anliegen beschreibt die neue Bereitschaftsleiterin die Nachwuchspflege. Derzeit werden zehn Kinder und Jugendliche auf den Rettungsdienst vorbereitet. Daneben müsse man sich um die Kernaufgaben der Bereitschaftsleitung kümmern, Ausbildungspläne erstellen, Treffen auf Kreisebene oder mit der Partnerbereitschaftsgruppe in Grassau, mit der auch gemeinsame Übungen durchgeführt werden, organisieren, zählt sie auf.

»Viel Arbeit nimmt die Öffentlichkeit nicht wahr«

»Wenn man einen Mittelwert veranschlagt, dann kommt man wohl auf 800 Stunden jährlich, die allein für die Bereitschaftsleitung investiert werden müssen«, sagt Vorgänger Stephan Falkner. Er mutmaßt, dass es aus diesem Grund so schwer war, einen Nachfolger für ihn zu finden. »Es kommen halt auch so viele zusätzliche Aufgabe hinzu, die über den regulären Dienst hinausgehen« so der gelernte Bankkaufmann, der jetzt als Rettungsassistent den Stützpunkt Feldkirchen-Westerham leitet. Er zählt beispielsweise Einsätze bei Großveranstaltungen im Landkreis auf: »Biathlon in Ruhpolding, der Georgiritt, Eisspeedway- und Motocrossrennen, aber auch Termine im eigenen Dorf.« Da werde die viele Arbeit von der Öffentlichkeit gar nicht wirklich wahrgenommen, ergänzt er.

Deshalb baut Johanna Speicher darauf, die ganze Führungsmannschaft in diese Aufgaben mit einzubinden, allerdings muss eine wesentliche Personalfrage erst noch geklärt werden. Mitte Februar trat nämlich auch die Stellvertretende Bereitschaftsleiterin Michaela Diesl zurück. Ihre Nachfolge ist bis jetzt noch nicht geklärt. »Wir müssen freilich schauen, dass wir diese Position schnellstmöglich neu besetzen können«, so die neue Bereitschaftsleiterin Johanna Speicher. ost