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Johann Thullner übernimmt für ein Jahr den Georgiverein

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Johann Thullner (rechts) übernimmt zunächst für ein Jahr von Anderl Hofmann die Führung des Ruhpoldinger Georgivereins. Hofmann stand bei den Wahlen für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Bei der Generalversammlung des Ruhpoldinger Georgivereins im Hotel zur Post standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Dabei wählten die Mitglieder den bisherigen Beisitzer Johann Thullner zunächst für ein Jahr zu ihrem neuen Vorsitzenden, da Anderl Hofmann nach acht Jahren nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stand. Zudem gab es in fast der gesamten Vorstandschaft einen Generationswechsel.


Zunächst erinnerte Anderl Hofmann an die wichtigsten Eckpunkte seiner Amtszeit. Das 250-jährige Jubiläum des Georgivereins 2006 und die Romwallfahrt im gleichen Jahr seien als Höhepunkte mit in die Vereinsgeschichte eingegangen. Im November 2006 habe er dann als zweiter Vorsitzender den Vorstandsposten übernommen und ein Jahr darauf eine Georgskerze mit vergoldetem Kerzenständer gestiftet, die heute in der Pfarrkirche stehe. 2012 wurde dann eine neue, wunderbare Prozessionsfahne in Auftrag gegeben.

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Nicht vergessen werden dürften die örtlichen Georgiritte, die immer unfallfrei und zufriedenstellend verlaufen seien. Hofmanns Dank galt allen, die den Verein unterstützt haben, vor allem den Festzeichenverkäufern, der Polizei und der Gemeinde. Besonders hob er hervor, dass in diesem Jahr die Paktisten aus dem Ortsteil Vordermiesenbach mit viel Engagement einen neuen Festwagen für die Georgskirche gebaut haben.

Am Ende seines Rechenschaftsberichts betonte Hofmann, dass er »dem Georgiverein mit Herzblut gedient und mit Leidenschaft geführt hat«. Kritik aus den Mitgliederreihen habe ihn jetzt aber veranlasst, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Dies führte zu einer großen Diskussion.

Darauf ging auch Bürgermeister Claus Pichler ein. »In so einer Stimmung kann man keine Neuwahlen machen«, meinte er und appellierte an die Anwesenden: »Probleme sollte man untereinander ausreden.« Es komme im Georgiverein auf jeden einzelnen an und es müsse möglich sein, aufgerissene Gräben wieder zuzuschütten, betonte das Gemeindeoberhaupt. An Hofmann gewandt sagte er: »Jeder pflegt seinen eigenen Stil, aber deine Arbeit für den Georgiverein ist unübersehbar und gut gewesen«.

Bei den Neuwahlen einigte man sich darauf, die Vorstandschaft zunächst für ein Jahr zu bestimmen, um anschließend nach einer Einarbeitungszeit der neuen Vorstandsmitglieder noch einmal zu Neuwahlen zu schreiten. Diesmal wurde Johann Thullner, der sich kurzfristig zur Kandidatur entschlossen hatte, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Alexander Ringsgwandl steht ihm als Stellvertreter zur Seite; er übernimmt das Amt von Alois Richter. Sofia Buchstaller führt die Kasse und bekommt dabei für ein weiteres Jahr Unterstützung vom bisherigen Schatzmeister Wilhelm Praxenthaler. Ebenfalls für ein weiteres Jahr bleibt Hannes Burghartswieser Schriftführer genauso wie Michael Schwabl Fähnrich. Als Beisitzer sind künftig Franziska Strehhuber, Martin Gastager, Valentin Kecht, Andreas Lang und Georg Hasselberger tätig.

Erleichterung über den schnellen Wahlverlauf

Sichtlich erleichtert zeigten sich die Anwesenden über den letztlich schnellen Wahlverlauf. »Vergelt's Gott für die Bereitschaft, die neue Vorstandschaft zu übernehmen«, betonte Pfarrer Otto Stangl. Er war ebenfalls froh, dass es mit dem Georgiverein weitergehen kann und die Tradition damit hochgehalten wird. Neben der Bitte an die neue Vorstandschaft um gute Zusammenarbeit dankte er Anderl Hofmann für seine geleistete Arbeit.

»Es muss mit dem Verein und dem Ritt weitergehen und auch ich bin froh, dass es weitergehen wird«, meinte auch der Rathauschef. Mit einem Blick auf die vergangenen Georgiritte sagte er, dass man merke, wie bei den Votivritten der Funke überspringe. »Darauf dürfen wir alle stolz sein, und das ist der Verdienst des Georgivereins«. hab