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Johann Englschallinger ist neuer vlf-Vorsitzender

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Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung wählte einen neuen Vorstand (von links): Johann Englschallinger, Andreas Obermeier, Andrea Göbl, Maria Kapsner, Katharina Stephl, Elisabeth Zehetmaier und Johann Kölbl. (Foto: Mix)

Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Traunstein hat mit Johann Englschallinger aus Kay einen neuen Vorsitzenden. Sebastian Siglreithmayer gab den Vorsitz nach 15 Jahren ab. In der Jahreshauptversammlung sprach Forstdirektor Alfons Leitenbacher zudem darüber, wie Bauernwald rentabel bewirtschaftet werden kann.


Johann Englschallinger (36) hat einen Milchviehbetrieb und war bereits seit mehreren Jahren im Hauptausschuss des Vereins tätig. Sebastian Siglreithmayer, der seit vorigem Jahr Kreisbauernobmann ist, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Unterstützt wird der Vorsitzende von einem jungen Vorstandsteam. Zweiter Vorsitzender ist Andreas Obermeier aus Höhenberg bei Traunreut, Dritte Vorsitzende ist Maria Kapsner aus Willing bei Kienberg. Auch die langjährige Frauenvorsitzende Irmgard Siglreithmayer stellte sich nicht mehr zur Wahl.

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Nachdem der bisherige Geschäftsführer Michael Kaiser beruflich nach München wechselt, musste auch ein neuer Geschäftsführer gefunden werden. Johann Kölbl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein übernahm diese Aufgabe. In bewährter Hand bleibt die Kasse, die von Andrea Göbl geführt wird. Zu Beisitzern gewählt wurden Katharina Stephl und Elisabeth Zehetmaier. Rechnungsprüfer bleiben Franz Gruber und Reinhold Schroll. Aus 15 gewählten Personen besteht der Hauptausschuss, ihm gehören an: Markus Hilger, Johannes Huber, Peter Ober, Martin Probst, Raphael Röckenwagner, Stefan Schuster, Michaela Wessely, Karl Stettner, Andreas Kaiser, Angela Maier, Sabine Mair, Andreas Niedermaier, Maria Schneider, Franz-Xaver Wagner und Josef Weidinger.

36 Veranstaltungen im vorigen Jahr im Angebot

Die Mitgliederzahlen entwickelten sich nach dem Geschäftsbericht von Michael Kaiser positiv und konnten auf 1743 erhöht werden. Der vlf Traunstein ist damit nach wie vor der zweitstärkste in Oberbayern. Zu insgesamt 36 Veranstaltungen, die der vlf 2012 organisierte und anbot, kamen rund 2800 Teilnehmer. Ein großer Erfolg war der Tag des offenen Hofes im Herbst, bei dem der vlf mit einem Stand vertreten war.

Der Leitende Forstdirektor Alfons Leitenbacher, Leiter des AELF Traunstein, erläuterte in einem Vortrag, wie die Bewirtschaftung des Waldes für Bauern betriebswirtschaftlich interessant gestaltet werden kann. Das Besondere am Wald sei die lange Produktionszeit von bis zu 100 Jahren, da die Bäume nun mal sehr langsam wachsen und Jahrzehnte brauchen, bis sie Ertrag bringen. Jede Generation müsse daher nachhaltig arbeiten, den Wald pflegen und auch neu anpflanzen beziehungsweise verjüngen.

Zu hoher Vorrat berge Gefahren beispielsweise bei einem Sturm oder Käferbefall. Zu geringer Vorrat an gesunden Bäumen könne sich dafür später sehr negativ auswirken. »Die ständige Waldpflege ist daher die zentrale Aufgabe jedes Waldbesitzers und dabei gilt das Motto: früh, mäßig und oft«, so der Forstdirektor. mix