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Johann Bohnert ist neuer Vorsitzender der Kreisverkehrswacht

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Eine neue Vorstandschaft wurde bei der Jahreshauptversammlung der Kreisverkehrswacht Traunstein gewählt. Unser Foto zeigt (von links) den zweiten Vorsitzenden Florian Ertl, Schatzmeisterin Elke Knottek, Schriftführer Florian Doll und Vorsitzenden Johann Bohnert. (Foto: Buthke)

Traunstein – Eine komplett neue Vorstandschaft hat die Kreisverkehrswacht Traunstein: Johann Bohnert aus Palling ist ihr neuer Vorsitzender.


Bei der Jahreshauptversammlung wurde er zum Nachfolger von Bezirksrätin Annemarie Funke gewählt, die aus beruflichen Gründen sowie aufgrund ihrer politischen und sonstigen ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht mehr kandidierte.

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Neu besetzt wurde auch der Posten des Stellvertretenden Vorsitzenden. Florian Ertl aus Surberg tritt an die Stelle von Hans Mayer. Auch Schatzmeister Hans Zillner stellte sein Amt zur Verfügung. Ihn beerbt Elke Knottek aus Palling. Von Stefan Thanner übernimmt Florian Doll aus Traunstein die Geschäfte des Schriftführers. In die erweiterte Vorstandschaft wurden Michael Doppelberger (Traunreut), Hans Schmauß (Seeon-Seebruck), Stefan Schmid (Traunstein) und Stefan Thanner (Schnaitsee) gewählt. Die Kassenprüfung übernehmen Christian Kolb (Ruhpolding) und Bartholomäus Steiner (Übersee).

Zahlreiche Aktionen für alle Generationen durchgeführt

Auf eine erfolgreiche Tätigkeit im vergangenen Jahr blickte die scheidende Vorsitzende Funke zurück. Sie berichtete von fünf Aktionen an Schulen für junge Fahrer mit Überschlag, eine zweitägige Veranstaltung in der Jugendsiedlung Traunreut mit Aufprall, Bremssimulation, Reaktionstestgerät und Rauschbrillenparcours. 13 Kindergartenveranstaltungen waren auf die Sensibilisierung der Verkehrserziehung von Kindern zielgerichtet. Mit sieben Aktionen »Mobil bleiben« für Senioren widmete die Kreisverkehrswacht im Zuge des demografischen Wandels sein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation. Außerdem wurden acht Aktionen »FahrRad« für alle Altersklassen durchgeführt.

»Die Kreisverkehrswacht steht auch für ihre traditionellen Veranstaltungen wie das Fahrtraining 'Könner durch Erfahrung', von denen vier durchgeführt wurden«, sagte Funke. Zwei weitere Fahrtrainings wurden zudem für zwei Traunsteiner Firmen durchgeführt, deren Kosten die Berufsgenossenschaften übernahmen. Ferner wies Funke auf Vorträge in Schulen und bei Seniorenveranstaltungen sowie auf Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen Senioren und Kinder von verschiedenen Moderatoren hin.

Auch in diesem Jahr seien bereits einige Aktionen durchgeführt worden, wie zum Beispiel ein Elternworkshop »Kind und Verkehr« im Kindergarten Kammer, die Aktion »FahrRad« beim Ostermarkt in Siegsdorf und beim verkaufsoffenen Sonntag in Trostberg sowie die Verkehrssicherheitsaktion »Kinder im Straßenverkehr« im Waldkindergarten Chieming.

Zillner präsentierte zufriedenstellende Kasse

Seinen letzten Kassenbericht gab Schatzmeister Hans Zillner ab. Demnach zählt die Kreisverkehrswacht Traunstein aktuell 92 Mitglieder, davon sind fast die Hälfte Gemeinden, Märkte und Städte des Landkreises Traunstein. Lediglich zwei Landkreisgemeinden seien bisher noch nicht Mitglied, so Zillner. Seinen Worten zufolge betrug der Geldbestand Anfang 2016 20 400 Euro. Ende 2016 waren es noch 7000 Euro. Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Geldbußen sowie Zuweisungen von der Landesverkehrswacht und der Deutschen Verkehrswacht kamen rund 73 000 Euro in die Kasse. Für verschiedene Investitionen sowie Personalkosten wurden knapp 39 000 Euro aufgewendet. Für die Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit gab die Kreisverkehrswacht Traunstein fast 48 000 Euro aus. Diese Aktivitäten seien die eigentliche Arbeit der Kreisverkehrswacht Traunstein, sagte der Schatzmeister. Sie seinen in den vergangenen Jahren vermehrt in den Vordergrund gerückt. »Trotz der hohen Ausgaben und die damit verbundenen, notwendigen Neuanschaffungen ist aufgrund der befriedigenden Einnahmenseite die Kassenlage zufriedenstellend«, meinte Zillner.

Die Grüße von Landrat Siegfried Walch überbrachte seine Stellvertreterin Resi Schmidhuber. Die Kreisverkehrswacht Traunstein leiste mit hohem Einsatz und großer Kompetenz wertvolle Arbeit für mehr Verkehrssicherheit. Sichere Mobilität auf den Straßen sei ein zentrales Anliegen unserer Zeit, meinte sie. Sie gehe jeden an. Gerade auch den Landkreis Traunstein, der mit 379 Kilometern Kreisstraßen das längste Kreisstraßennetz Oberbayerns habe. Parallel dazu verliefen 118 Kilometer Geh- und Radwege. »Wir arbeiten permanent daran, den Zustand und die Linienführung des Straßennetzes weiter zu verbessern und damit Unfälle zu vermeiden«, betonte Schmidhuber. Ziel des Landkreises sei es, die Verkehrssicherheit kontinuierlich für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Der Vizepräsident der Landesverkehrswacht, Peter Starnecker, stellte fest, das Ehrenamt sei nicht immer ganz leicht, denn jeder Ehrenamtliche hänge viel Zeit rein. Übrig bleibe oft nur ein Dankeschön. Die Gelder vom Bund über die Deutsche Verkehrswacht flössen auch nicht mehr so üppig, sodass die Kreisverkehrswachten den Gürtel enger schnallen müssten. Es gebe viele Projekte der Landesverkehrswacht, bei denen sie Geld drauflegen müssten.

Die Gelder seien aber das A und O, denn die Kreisverkehrswacht Traunstein habe im vergangenen Jahr einiges investiert. Ohne eine solche Ausrüstung stehe man nur an den Informationsständen. Mit Simulatoren könne man bei Aktionen dagegen etwas bieten und eine breitere Masse ansprechen. Beim Fahren im Alter setzte sich Starnecker für die Selbstverantwortung der Senioren statt eines strengen Reglements durch die Politik ein. Ältere Verkehrsteilnehmer sollten alle paar Jahre von sich aus zum Arzt und Augenarzt gehen, sich anschauen lassen und auf deren Ratschlag bezüglich der Verkehrstüchtigkeit hören.

Funke sorgte für einen »regelrechten Quantensprung«

Der neue Vorsitzende Bohnert würdigte das ehrenamtliche Engagement von Funke. »Unter ihrer Zeit kam es zu einem regelrechten Quantensprung der Traunsteiner Kreisverkehrswacht«, sagte er. Es seien eine ganze Reihe wichtiger Anschaffungen getätigt, Moderatoren ausgebildet sowie zahllose Veranstaltungen, Aktivitäten, Vorträge und Informationsstände zur Verkehrsprävention durchgeführt worden. Mayer sei acht Jahre der Kreisverkehrswacht Traunstein als zweiter Vorsitzender zur Verfügung gestanden. Es habe Tradition, dass dieses nicht unwichtige Amt von Polizeibeamten ausgeübt werde, weil dadurch die Fachkenntnisse, die dieses Amt erfordere, vorausgesetzt werden könnten.

Zillner, der vier Jahre Schatzmeister gewesen sei, habe als Verkehrsreferent der Stadt Traunstein ohnehin die fachliche Nähe zur Kreisverkehrswacht Traunstein gehabt, so Bohnert. Als ehemaliger Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft sei er immer schon für Finanzen verantwortlich gewesen, sodass ihm das Amt des Schatzmeisters wie auf den Leib geschneidert gewesen sei. Bjr