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Jetzt wird das Projekt mit Leben erfüllt

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Erläuterte die Ziele der »Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung«: Projektsprecherin Lydia Hogger.

Traunreut. Im Rahmen einer gelungenen Auftaktveranstaltung der »Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung« im Mehrgenerationenhaus betonte Projektsprecherin Lydia Hogger: »Der Boden ist bereitet. Jetzt müssen wir das Projekt mit Leben erfüllen.« Fünf Omas und ein Opa erklärten sich grundsätzlich bereit, als »Leih«-Großeltern in jungen Familien aus Traunreut und Umgebung auszuhelfen, wenn keine leiblichen Omas und Opas zur Verfügung stehen. Neben interessierten Großeltern nutzten auch einige junge Familien die Gelegenheit, sich über das Projekt »Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung« zu informieren.


Mittels eines Powerpointvortrags stellte Lydia Hogger das Projekt kurz vor: Auf Initiative des Seniorenbeirates der Stadt Traunreut hat sich die »Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung« gegründet. Träger der Projektgruppe ist die Diakonie Traunstein, Sitz ist das Mehrgenerationenhaus (MGH). Projektsprecherin ist Lydia Hogger, ihre Stellvertreter sind Elfriede Lösch und Georg Grafetstätter. Ferner gehören der Projektgruppe an: Rosi Gerold, Norbert Vollmayr und Kurt Knebel. Ziel der Initiative ist es, Brücken zu schlagen zwischen den Generationen.

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Jungen Familien, die ohne Großeltern in der Region Traunreut leben, soll die Möglichkeit gegeben werden, »Leih«-Omas oder »Leih«-Opas kennen und schätzen zu lernen. Dabei ist Zielsetzung, dass sich möglichst nachhaltige Beziehungen zwischen den Omas und Opas sowie den jungen Familien entwickeln. »Wenn unsere Omas und Opas richtig in die Familien hineinwachsen, wäre das wunderbar. Es muss aber natürlich nicht sein«, betont Lydia Hogger. Auf keinen Fall sollen die Omas und Opas Ersatz sein für Babysitter oder Tagesmütter.

Den künftigen Omas und Opas entstehen durch ihren ehrenamtlich Einsatz in den Familien keine Kosten. Dafür trägt die Projektgruppe Sorge. Gegebenenfalls entstehende Fahrtkosten werden ersetzt. Über die Diakonie genießen die Omas und Opas ausreichenden Versicherungsschutz. »Natürlich werden wir von der Projektgruppe es sein, die den Kontakt zu den Familien herstellt. Und beim ersten Kennenlernen sind wir auf jeden Fall dabei«, versucht Lydia Hogger, eventuell interessierten älteren Traunreutern Ängste zu nehmen vor der Rolle als »Leih«-Oma oder »Leih«-Opa. Vor dem ersten Kontakt mit einer Familie werden die künftigen »Leih«-Großeltern geschult und auf das Leben in »ihren« Familien vorbereitet. »Dass man nicht auf alle Situationen vorbereitet sein kann, versteht sich von selbst«, schränkt Lydia Hogger ein. »Aber das notwendige Rüstzeug für ihren Einsatz werden unsere Omas und Opas erhalten.« Auch diese Ausbildungen sind übrigens kostenlos. Nächste Veranstaltung der Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung« wird ein erstes »Vernetzungstreffen«, das rechtzeitig angekündigt wird.

Starthilfe für die Traunreuter Oma-Opa-Vermittlung leistet Annette Köhler, die erfolgreiche Initiatorin der »Wunsch-Großeltern« im Landkreis Traunstein. Frau Köhler berichtete von ihren bisherigen Erfahrungen. Sie wird sich auch beim Traunreuter Projekt einbringen, indem sie ebenso wie Lydia Hogger den Omas und Opas Grundlagenwissen für den Einsatz in den Familien vermitteln wird.

Margarete Winnichner, 2. Vorsitzende der Diakonie Traunstein, sicherte die volle Unterstützung des Diakonischen Werkes zu. Beispielsweise könne man im Bedarfsfall auch Räumlichkeiten im Wilhelm-Löhe-Zentrum nutzen. Auch Dr. Uwe Wenzel, der Leiter des Mehrgenerationenhauses in Traunreut, unterstützt das Projekt mit tatkräftiger Hilfe. Auf Grund des integrativen Charakters passe das Projekt optimal in das Profil des Mehrgenerationenhauses. Dort können interessierte Omas und Opas sowie natürlich auch interessierte junge Familien unter Tel. 08669/9098121 anrufen. Möglichst zeitnah meldet sich dann ein Mitglied der Projektgruppe bei der Interessentin, bzw. dem Interessenten, und man tauscht erste Informationen aus.