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Jetzt Samen sammeln und diese im Frühjahr neu ansäen

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Wer jetzt schöne Sommerblumen sammelt und die Samen trocknet, kann diese im nächsten Jahr neu säen und sich auf ein Blütenmeer auf Terrasse oder Balkon freuen.
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Selbermachen ist angesagt. Mit selbst gesammelten Blumensaatgut kann man witzige Samengeschenke für Gartenfreunde und sich selbst herstellen. Der Spätsommer ist die richtige Zeit, um sich mit Sommerblumensamen für das nächste Jahr einzudecken. Davon kann man einfach nicht genug im Vorrat haben.


Jetzt ist die beste Zeit, um Samen zu sammeln

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Wenn man in den Sommermonaten die Samen sammelt, kann man sie im kommenden Frühjahr großzügig säen und im Sommer für ein üppiges Blütenmeer sorgen. Saatdahlien, Kosmeen, Ringelblumen, Tagetes, Zinnien und alles, was einmal aus einer Samentüte kam und wuchs, kann man ernten.

Einige Stauden wie Ziersalbei, Margerite, Brennende Liebe oder Rittersporn lassen sich auf die gleiche Weise hervorragend vermehren. Pflanzenexperten der bayerischen Gartenakademie weisen aber darauf hin, dass die Nachkommen andere Farben oder andere Wuchseigenschaften besitzen können. Denn in der nächsten Generation kann das zu sehr reizvollen, neuen Kreuzungen führen.

Einige Praxistipps zur Samenernte

Bei Sommerblumen sollte man nur Samen von kräftigen Pflanzen mit besten Wuchs- und Blüheigenschaften sammeln. Man entfernt dafür die abgeblühten Blütenstände und lässt nur Samenstände der schönsten Pflanzen ausreifen. Die Samenkapseln und –stände werden abgeschnitten, sobald sie braun werden, noch bevor sie platzen oder sich verbreiten.

Man sollte auf sonniges Wetter warten. Das erleichtert die Trocknung und verbessert die Haltbarkeit. Die Samen legt man in ein offenes Gefäß, das mit Zeitungs- oder Löschpapier ausgelegt ist. An einem warmen Platz ohne Zugluft können sie nachreifen und trocknen. Bevor die Samen verpackt werden, entfernt man die Kapseln, Hüllen und andere Pflanzenreste.

Man kann selbst ganz einfach einzigartige Blumenmischungen herstellen. Zum Trocknen sollten die Samen noch nach Sorten getrennt aufbewahrt werden. Zum Verschenken kann man sie nach Geschmack mischen, in Samentüten abpacken und kreativ beschriften.

Der Holzstiel von Eis findet als Samenstick Wiederverwendung. Ein Ende des Stiels beschriftet man mit dem Namen des Samens. Das andere Ende des Holzstiels taucht man in heißes Wachs. Wenn das Wachs etwas abgekühlt, aber noch nicht festgeworden ist, wird der Stiel ins Saatgut eingetaucht oder mit ihm bestreut, sodass der Samen anhaftet. Dann lässt man das Wachs fest werden. Den Samenstick verpackt man in eine Klappkarte oder eine Tüte aus Pergamentpapier. Zur Anzuchtzeit im Frühjahr wird das Stielende mit dem Samen einfach in einen Topf mit feuchter Erde gesteckt und an einen warmen Platz gestellt. Die »Blumen am Stiel« werden sehr dicht wachsen. Wenn sich das zweite Laubblatt zeigt, sollte man ihnen mehr Platz zum Wachsen geben und die Keimlinge auf mehrere Gefäße aufteilen.

Diesen und weitere Artikel mit hilfreichen Tipps unserer Serie Gartenleben finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben auf unserer Homepage.