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Jetzt noch schnell zum Leseclub anmelden

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Jetzt noch schnell bei der Stadtbücherei Traunstein kostenlos zum Sommerferien-Leseclub anmelden, Bücher bewerten und gewinnen – wer bis 21. September drei Bücher bewertet, nimmt an der Verlosung von zwei Karten für die Bavaria Filmstudios und zahlreichen Buchpreisen teil. (Foto: Hohler)

Traunstein. Jetzt heißt es schnell sein: Noch bis 21. September können sich jugendliche Bücherwürmer zwischen 10 und 15 Jahren am bayernweiten Sommerferien-Leseclub der Stadtbücherei Traunstein unter dem Motto »Lesen was geht« beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos.


Dabei kann man sich die spannendsten der 180, extra für diese Aktion angeschafften, neuen Bücher raussuchen und bewerten. Wer bis zum Ende der Aktion mindestens drei Karten abgibt, nimmt teil an der Verlosung des Hauptpreises, zweier Eintrittskarten für die Bavaria Filmstudios in München. Außerdem erhält er bei der großen Abschlussparty für Leseclub-Mitglieder eine Urkunde. Zudem gibt es eine Menge Buchpreise zu gewinnen, gestiftet von heimischen Betrieben.

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Die 180 Titel bleiben auch nach der Aktion im Bestand

»Bisher haben wir schon 75 Anmeldungen«, berichtet Franziska Parzinger im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Die Literaturliste wurde vorgegeben von der Landesfachstelle für öffentliches Bibliothekswesen. Von jedem der 180 Titel – speziell für die Zielgruppe von 11 bis 14 Jahren ausgesucht – hat die Stadtbücherei Traunstein ein Exemplar gekauft, das selbstverständlich auch nach der Aktion im Bestand der Bücherei bleibt.

Generell ist der August nicht zuletzt wegen des Leseclubs der umsatzstärkste Monat, wie Bücherei-Leiterin Anette Hagenau erklärt. »Immer am Dienstag und am Freitag ist am meisten los«, erklärt sie – am Dienstag, weil es der Tag nach den Schließtagen Sonntag und Montag ist, und am Freitag, weil sich viele noch einmal mit Literatur fürs Wochenende eindecken. Der Samstag ist ein regelrechter Familien-Treffpunkt.

Im Durchschnitt werden in der Stadtbücherei an jedem Öffnungstag um die 700 Besucher gezählt und 1200 bis 1400 Medien ausgegeben oder zurückgenommen. Dabei sind unter den 2500 registrierten Nutzern nicht nur Traunsteiner, viele Nutzer arbeiten bloß in Traunstein oder gehen hier zur Schule und nutzen das Angebot für alle zwischen 0 und 110 Jahren.

Leseförderung beginnt schon bei den Allerkleinsten

So gibt es bereits für die Kleinsten Bücher, CDs und DVDs der Reihe »Baby Einstein«, und bei Traunsteiner Kinderärzten erhalten Eltern bei der Früherkennungsuntersuchung U6 ein Lesestarter-Paket und eine Schnupper-Karte für die Stadtbücherei. Immer am ersten Freitag im Monat trifft sich um 10 Uhr die »literarische Krabbelgruppe« für Kinder von null bis drei Jahren. Dazu gibt es Vorlesestunden für Grundschulkinder, das Bilderbuchkino für Kindergärten und die Leselatte, eine Messlatte mit Zentimeterangaben und Informationen über das Durchschnittsalter und das, was Kinder im jeweiligen Alter mit Büchern erleben können.

»Das am meisten entliehene Medium ist bei uns nach wie vor das Buch«, so Hagenau. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich aber auch Hörbücher. Dabei gehen die Sachbuchausleihungen zurück, »Biografien lädt man sich heute aus dem Internet«, sagt sie. »Aber Reiseführer, pädagogische Ratgeber, Vornamen-Bücher für Eltern oder auch Beziehungsratgeber werden nach wie vor in Buchform gelesen.«

Zusätzlich zu den bisherigen, jeweils ein Jahr lang gültigen, Leseausweisen bietet die Stadtbücherei ab 1. September Partnerkarten und Familienausweise an. Unterschieden wird bei den Tarifen nach dem Hauptwohnsitz Landkreis oder Stadt Traunstein (Ermäßigungen in Klammern). Dabei kostet die Partnerkarte für Paare in einem Haushalt 25 (20) Euro. Das rechnet sich, zahlt doch ansonsten jeder einzelne 20 (15) Euro. Eine Familienkarte kostet 30 (22,50) Euro. »Die Gebühren wurden übrigens nicht erhöht«, betont Hagenau.

Elektronische Bücher ab dem nächsten Jahr?

Sollte der Stadtrat die Mittel locker machen können, ist ab 2014 übrigens geplant, Besitzern elektronischer Lesegeräte auch elektronische Bücher zu bieten. »Man braucht dazu nur den Leseausweis«, erklärt Angelika Lindhuber. Wie bei der gedruckten Ausgabe kauft die Bücherei eine Lizenz des jeweiligen Titels, »das heißt, es kann auch mal was ausgeliehen sein. Nach drei Wochen endet die Darstellung auf dem E-Book-Reader automatisch.« Das hat den Vorteil, dass auch keine Mahngebühren für nicht rechtzeitig abgegebene Bücher anfallen.

Dass die elektronische Darstellung das gedruckte Wort eines Tages völlig ersetzt, glaubt Lindhuber nicht: »Das wird sich ergänzen. Das ist halt doch nicht das Gleiche, wie wenn ich ein Buch in der Hand halte.« Übrigens kann sie die weit verbreitete Annahme entkräften, dass sich nur die Jugendlichen für elektronische Medien interessieren: »Den Großteil der E-Book-Leser machen Frauen ab 35 und Herren jenseits der 50 aus.« coho