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Jetzt blüht die Königin der Blumen

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Die ADR-Beetrose Pomponella fühlt sich in unserer Region sehr wohl. In den nächsten Wochen blüht sie wie viele andere Rosensorten auch in den heimischen Gärten. Unsere Gartentipps sind auch auf unserer Homepage unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben abrufbar. (Foto: Unterhauser)
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Das ganze Jahr über haben Gartenbesitzer und Blumenliebhaber viel zu tun. Doch oft ist die richtige Pflege der Pflanzen und des Gartens nicht einfach. Das Traunsteiner Tagblatt möchte mit seiner neuen Serie »Gartenleben« den Gartlern den einen oder anderen Trick verraten. Experten kommen dabei zu Wort – unter anderem gibt Georg Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur am Landratsamt Traunstein, Tipps für die Gartenfreunde. Im ersten Teil der Serie dreht sich dabei alles um die Königin der Blumen – die Rose.


Eigentlich müssten die Rosen längst blühen. »Doch wir sind in diesem Jahr mindestens 14 Tage später dran«, sagt Georg Unterhauser. Schuld daran ist das schlechte Wetter der vergangenen Wochen. »Die Rosen haben sehnlichst darauf gewartet, dass es warm wird.« Bis zu drei Wochen und länger werden die Rosen blühen.

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Die Gartler können sich in dieser Zeit an der Rosenpracht erfreuen. Danach müssen sie einige Vorbereitungen für die zweite Blüte treffen. »Die Gartenbesitzer müssen alles abschneiden, was abgeblüht ist«, sagt Unterhauser. »Man schneidet das Abgeblühte bis zu dem ersten fünfzähligen Blatt weg.« Die zweite Blüte reicht dann oft bis in den Herbst hinein.

Es kommt auch auf das richtige Gießen an

Auch das richtige Gießen muss gelernt sein: Selbst bei großer Trockenheit genügt es, die Rosen, die Tiefwurzler sind, ein- bis zweimal pro Woche ordentlich zu wässern, informiert der Experte. »Der häufigste Fehler ist dabei, die Blätter nass werden zu lassen«, sagt Unterhauser. »Feuchte Rosenblätter sind krankheitsanfällig.«

Auch beim Düngen kann der Gartenbesitzer einiges falsch machen. Rosen benötigen zwar viele Nährstoffe, allerdings dürfen sie nicht länger als bis Ende Juli beziehungsweise Anfang August mit einem Rosendünger gedüngt werden. Wird zu lange gedüngt, besteht die Gefahr, dass die Zweige nicht ausreichend verholzen. Die Rosen können dadurch im Winter erfrieren.

Es macht auch Sinn, für einen ausreichenden Winterschutz zu sorgen. »Wer dies vergisst, hat im Folgejahr oft große Schäden zu beklagen – manchmal erfriert die ganze Pflanze«, sagt Unterhauser. Im Winter gibt es verschiedene Methoden – bewährt hat sich etwa das sogenannte Anhäufeln. Dazu gibt man lockere Erde rund um den Strauch und bildet bei jeder Rose einen etwa 15 bis 20 Zentimeter hohen Haufen rund um den Stamm. Dieser schützt die unteren Knospen vor dem Frost. Strauch- und Kletterrosen sowie Rosenstämmchen werden komplett eingepackt – und zwar mit einem Frostschutz-Vlies. Sorgt man für ausreichend Winterschutz, dann hat man auch im nächsten Jahr wieder eine Rosenpracht im Garten.

Beim Kauf sollte man auf ADR-Prädikat achten

Beim Kauf der Rosen sollte man übrigens darauf achten, dass man eine Blume mit ADR-Prädikat bekommt. Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) gilt als der härteste Rosen-TÜV der Welt. In dem Test werden neue Rosensorten auf ihre Widerstandsfähigkeit überprüft. Auch die Blühstärke und die Frosthärte werden getestet.

Dennoch gilt: Auch eine ADR-Rose braucht sorgfältige Pflege, um perfekt zu gedeihen. Übrigens: Die ADR-Beetrose Pomponella fühlt sich in unserer Region besonders wohl, sagt Georg Unterhauser und hebt hervor: »Mit ihr hat man sehr viel Freude.« SB

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