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»Jetzt beginnt die erste echte Freiheit«

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Direktorin Cornelia Linnhoff und Konrektor Volker Hamann gratulierten den besten Schülern des Jahrgangs (von links) Konrad Parzinger, Rebecca Untermayer, Anja Guggenberger, Simone Huber und Johanna Lucas. Zweite von rechts ist Kristina Bründl, die den Walter-Mohr-Preis für besonderes Engagement erhielt. (Foto: Mix)

Traunreut. 113 Absolventen aus fünf Klassen erhielten jetzt an der Walter-Mohr-Realschule ihre Zeugnisse der Mittleren Reife. Beste Schülerin des Jahrganges war Johanna Lucas mit einem Schnitt von 1,17.


Als zweitbeste Absolventin schaffte Simone Huber einen Notendurchschnitt von 1,25, Drittbeste der Schule wurde Anja Guggenberger mit 1,27. Neben den Dreien wurden bei der Abschlussfeier auch noch zwei weitere Klassenbeste geehrt: Konrad Parzinger war in seiner Klasse der Beste mit 1,45 und Rebecca Untermayer war Beste ihrer Klasse mit 1,67. Den Walter-Mohr-Preis für besonderes Engagement zum Wohle der Schulgemeinschaft verlieh Direktorin Cornelia Linnhoff an Kristina Bründl.

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In ihrer Ansprache erinnerte die Schulleiterin an das Schulkonzert, das heuer das Thema »Freiheit« behandelte. Für die Absolventen beginne nun nach dem Ende der Schulzeit die »erste, echte Freiheit«, erklärte Linnhoff, die Freiheit »endlich den eigenen Wünschen zu folgen und zu tun, was man selber wirklich will«. Sie erinnerte aber auch daran, dass Freiheit gleichzeitig bedeute, Entscheidungen treffen zu müssen und Verantwortung zu übernehmen. Bei aller Vernunft sollten die ehemaligen Schüler auch nicht vergessen, dass sie noch sehr jung sind. Cornelia Linnhoff: »Ihr dürft ruhig auch mal verrückt sein, dürft noch Träume haben, euch selber erproben, versuchen, die Welt aus den Angeln zu heben. Doch dazu braucht man Mut und den wünsche ich euch.«

Im Namen der Stadt Traunreut gratulierte zweiter Bürgermeister Hans-Peter Dangschat den Absolventen und meinte: »Vor euch liegt nun eine sehr spannende Zeit mit vielen Herausforderungen.« Er erklärte, die Stadt könne stolz sein auf ihre Schullandschaft, und gerade die Realschule bringe viele junge Menschen aus Nachbargemeinden in die Stadt, die diese von einer sehr positiven Seite kennenlernen dürften. Die Vorsitzende des Elternbeirats, Sylvia Schmidbauer, schickte die Schüler auf große Fahrt: »Ihr begebt euch jetzt auf eine ganz neue Reise, die sicher nicht immer auf geraden Autobahnen verlaufen wird, sondern auf der es auch mal Baustellen oder Umleitungen geben wird.« Wer eine Reise beginnt, solle ein Ziel vor Augen haben. Wichtig sei, sich einfach mal auf den Weg zu machen, selbst wenn die Route später geändert werde.

Eine sehr humorvolle und viel beklatschte Rede hielt Schülersprecherin Franziska Staff. Sie verglich die Schule mit einem Filmset. Für manche seien diese zehn Schuljahre eine einzige Komödie gewesen, für andere eine Romanze und für manche gar ein Horrorfilm. Man sei in all den Jahren bei den Regieassistenten, sprich Lehrern, nicht immer auf Verständnis gestoßen und habe sich vor allem bei den letzten Film-Klappen, sprich Schuljahren, keine Texthänger mehr leisten wollen. Nun sei der Dreh zu Ende und es heiße für die Schüler endgültig: »Film ab.« Die Abschlussfeier wurde musikalisch umrahmt von Bigband und Chor der Schule. Mix