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Jetzt beginnen die Arbeiten an der Heizzentrale

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Das Gebäude des künftigen neuen Heizwerks in Tettenhausen steht im Rohbau, nun beginnen die Arbeiten an der Heizzentrale selbst. Wichtige Bestandteile wie etwa die Heizkessel sind am Donnerstag angeliefert worden. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Der Rohbau des neuen Hackschnitzel-Heizkraftwerks in Tettenhausen einschließlich des Hackschnitzelbunkers ist inzwischen weitgehend fertig. Nun beginnen die Arbeiten für die Heizanlage selbst. Die Lieferung der Großgeräte ist bereits abgeschlossen.


Der 30 000 Liter fassende Pufferspeicher wurde schon vor gut einer Woche eingesetzt; wegen dessen Größe musste dazu noch das Dach offen sein. Drei weitere große Lastzüge mit den beiden Wärmetauschern, den beiden Heizkesseln und der gesamten Fördertechnik kamen am Donnerstag in Tettenhausen an. Wegen der fünf Tonnen schweren Kessel gerieten die Arbeiten zwischendurch etwas ins Stocken; das dafür bereitstehende Transportfahrzeug war nicht kräftig genug, so musste erst die nächstgrößere Variante herbeigeschafft werden.

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Die Hackgut-Heizzentrale mit 800 Kilowatt Leistung wird im Endausbaustadium wie folgt aussehen: Die beiden Kessel, von denen im Normalfall nur einer gebraucht werden wird, wird den Heizbetrieb ausschließlich mit Hackschnitzel ermöglichen. Der Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Litern speichert das erwärmte Wasser und garantiert damit dessen ständige Verfügbarkeit. Möglicherweise wird man eines Tages auf dem Dach Warmwasserkollektoren zur Heizungsunterstützung installieren. Dann könnte auch noch ein zweiter, gleich großer Pufferspeicher installiert werden.

An das Heizwerk angebaut ist ein 160 Kubikmeter fassender Hackschnitzelbunker, dessen Inhalt je nach Bedarf vollautomatisch zu den Heizkesseln transportiert wird. Seit langem warten die Landwirte am Ort und in der Umgebung darauf, wieder Hackschnitzel liefern zu können – immerhin die stolze Menge von rund 2500 Schüttraummetern pro Jahr. Denn seit drei Jahren kann das in die Jahre gekommene und durch einen Brand beschädigte, alte Heizwerk nur noch mit Öl beheizt werden.

Derzeit sind auch die Grabungsarbeiten in vollem Gange. Vom neuen Heizwerk zum alten, das im Feuerwehrhaus untergebracht ist und von dem aus künftig das warme Wasser verteilt werden wird, müssen Rohre verlegt werden – auf einer Strecke von rund 380 Metern. Schließlich soll auch noch eine Fernwirktechnik installiert werden, und das bereits im Jahr 2000 verlegte Steuerkabel, das alle 72 Abnahmestellen verbindet, soll in Betrieb gehen.

Mit neuen frequenzgesteuerten Netzpumpen und weiteren Maßnahmen wollen die Gemeindewerke erhebliche Einsparungen erzielen. So könnte in Zukunft die Wärmezufuhr zu jedem einzelnen Haus individuell nach den Bedürfnissen der Bewohner gesteuert und damit einiges an Energie eingespart werden.

Die Kosten für das Heizwerk werden auf rund eine Million Euro netto geschätzt; der Kostenrahmen wird voraussichtlich eingehalten werden. Die Gemeindewerke Waging rechnen mit einer Fertigstellung beziehungsweise Inbetriebnahme des Heizwerks Mitte, spätestens Ende Dezember. he

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