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Jeder Mensch belastet das Klima durch sein tägliches Handeln

Bei sieben Millionen Menschen auf der Erde stellte Landrat Hermann Steinmaßl bei der Ausstellungseröffnung fest: »Wir werden die Welt nicht retten, aber trotzdem müssen wir lokal handeln.« Der Landkreis habe sich daher schon frühzeitig Ziele gesetzt und 2009 eine Klima- und Energiekonferenz »Sonnenkreis Traunstein« ins Leben gerufen. Klimaschutz funktioniere nur durch gemeinsames, verantwortliches Handeln und Denken. »Und es bedeutet auch, ein gewisses Bewusstsein zu schaffen, um nicht sorglos mit unseren Ressourcen umzugehen.«

Die Ausstellung »Klimaladen – Was hat mein Konsum mit dem Klima zu tun?« zeigte an zwei Tagen, wie die Menschen beim täglichen Konsum weltweit das Klima beeinflussen. (Foto: Buthke)

Die Vorstellung des Projekts übernahm Dr. Birgit Seeholzer, Energiemanagerin im Land-ratsamt. Das Projekt sei bei einem Aktionstag des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein im Rahmen der Klimawoche 2011 angestoßen worden, als die Schüler nach dem Gang durch ein symbolisches Kaufhaus am Ende eine »Klimarechnung« bezahlen mussten.

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Adressat der Ausstellung seien die Schulen, auch wenn sie für jede Altersgruppe geeignet sei, sagte der stellvertretende Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, Helmut Fürle. Jeder könne sein Verhaltensmuster ändern, aber Kinder seien in ihrem Verhalten noch formbar und veränderbar.

Steinmaßl: »Gemeinsames Handeln wichtig«

»Wir versuchen mit diesem Projekt in der Klimafrage weiterzukommen, betonte Emmerich Riesner, Vizepräsident der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein. Der Ansatz, an die bayerische und salzburgische Jugend heranzukommen, sei positiv und lehr-reich. Man werde beim Klimaproblem nur dann weiter kommen, wenn man die Jugend gewinne.

Wichtig sei gemeinsames Handeln, unterstrich Steinmaßl, denn dies signalisiere, dass man das Problem miteinander angehen wolle. So gebe es gute Ansätze, die Kraft der Salzach positiv zu nutzen. In der schulischen Bildung seien Bücher ebenso nützlich, wie Ausstellungen, die dieses Thema pädagogisch gut vermittelten. Wichtig sei auch, was man durch Vorbilder lerne.

Über Energiesparen und Mülltrennung wüssten die Schüler Bescheid, sagte Initiatorin Sonja Kirchmaier, die anschließend durch die Ausstellung führte. Am wenigsten wüssten sie jedoch, wie Kleidung, Ernährung oder Restaurantbesuche zur Klimaveränderung beitrügen. Was zum Beispiel die Herstellung von T-Shirts an Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung und unsozialen Bedingungen mit sich bringe, erzeuge bei den Besuchern Betroffenheit. Der wichtigste Punkt der Ausstellung sei aber, dass ihnen in jeder Abteilung konkrete Schritte zum umsichtigen Handeln an die Hand gegeben würden. Bjr