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Jeden zweiten Tag im Einsatz für die Dorfgemeinschaft

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Thomas Mayr (rechts) erhielt für 25 Jahre aktiven Dienst das Ehrenzeichen in Silber des Freistaats Bayern aus den Händen von Kreisbrandrat Hans Gnadl. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Von »keinem spektakulären Jahr« sprach der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marquartstein, Thomas Mayer, bei der Jahreshauptversammlung im Chiemgaustüberl. Dennoch war die Feuerwehr »fast jeden zweiten Tag im Einsatz«, bei 176 Ereignissen, wie der Kommandant berichtete. Insgesamt leisteten die Aktiven 2198 Stunden für Einsätze, Übungen und Lehrgänge, wobei die Übungen der Jugendfeuerwehr und Stunden für die Wartung der Fahrzeuge nicht einberechnet sind.


Derzeit gibt es 46 aktive Feuerwehrleute in Marquartstein, davon drei Frauen plus drei Anwärter für die aktive Mannschaft. Von der Jugendfeuerwehr kamen Elias Dögerl, Quirin Höglmüller und Jakob Kink zur aktiven Mannschaft. 23 Atemschutzträger stehen zur Verfügung. Bei den Aktiven wurden 38 Übungen abgehalten mit einer Gesamtstundenzahl von 914 Stunden.

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Zu Einsätzen musste die Feuerwehr 42 Mal ausrücken. Es gab neun kleinere Brandeinsätze, 23 technische Hilfeleistungen, acht sonstige Hilfeleistungen und zwei Sicherheitswachen. Häufig musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr Wespennester entfernen, einmal auch eine vermeintliche Giftschlange einfangen. Die technischen Hilfseinsätze betrafen zum Beispiel Sturmschäden, Verkehrsunfälle oder die Beseitigung von Ölspuren. Vielfach wird die Feuerwehr auch bei Verkehrslenkungen oder Sicherungswachen gebraucht. Weitere Termine waren zum Beispiel Infoveranstaltungen oder Feuerbeschauen an verschiedenen Gebäuden im Ort.

Werbung machen, um Nachwuchs zu finden

In der Jugendfeuerwehr sind derzeit sechs Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit großem Eifer bei der Sache, berichtete Jugendwart Johann Troibner. Es wurden 16 Übungen abgehalten, wobei durchschnittlich sechs Feuerwehrler mit dabei waren. Da durch den Wegzug einiger Kameraden Lücken entstanden seien, sollen diese durch verstärkte Mitgliederwerbung für die aktive Mannschaft und die Jugendfeuerwehr wieder ausgeglichen werden.

Einen beeindruckenden Tätigkeitsbericht gab auch Vorstandsvorsitzender Thomas Mayr. Außer den 49 aktiven Mitgliedern gibt es sieben Ehrenmitglieder, ebenso viele passive Mitglieder und 119 Fördermitglieder. Mayr gab bekannt, dass er selbst und die übrige Vorstandschaft wie sein Stellvertreter, Kassier, Schriftführer und beide Beisitzer bei den Neuwahlen im nächsten Jahr für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stünden. Er appellierte an die Feuerwehrler, sich jetzt schon zu überlegen, wer ein Amt übernehmen könnte.

Bei den Ehrungen erhielten Hans Lechner, Manfred Hollmann, Walter Wolfsberger, Hans-Michael König, Kommandant Thomas Mayer, Franz Kink, Hubert Mayer und Hans Helminger für 20 bis 25 Jahre aktivem Dienst in der Feuerwehr Marquartstein die goldene Ehrennadel. Kreisbrandrat Hans Gnadl zeichnete überdies Vorstand Thomas Mayr für 25 Jahre aktiven Dienst mit dem Ehrenzeichen in Silber des Freistaates Bayern aus. Kommandant und Vorstand ehrten auch Anton Schatz, der im Rahmen eines Ehrungsabends im Landratsamt das goldene Verdienstkreuz für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhalten hatte.

Positiv fiel der Kassenbericht von Hans Kink aus. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem ein Trockensystem für die Ausrüstung angeschafft, ein mitlaufendes Auffanggerät zur Absturzsicherung, ein Megafon, ein Laptop und Verwaltungssoftware.

Festfunkstation ist derzeit nicht notwendig

Bürgermeister Andreas Scheck drückte herzliche Anerkennung für die große Leistung der Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft aus. Mit der Anschaffung eines neuen Schlauchwehrs wurden heuer Vorkehrungen zum Hochwasserschutz getroffen, die noch weiter ausgeweitet werden, zum Beispiel in Piesenhausen und im Bereich des Angerbachs. Kreisbrandrat Hans Gnadl lobte die Marquartsteiner Feuerwehr für ihre zahlenmäßig gut aufgestellte und engagierte Mannschaft aus Aktiven und auch Nachwuchsleuten, die auch bei Bezirksfortbildungen immer mit dabei sind. Eine Festfunkstation für den Digitalfunk sei in Marquartstein derzeit nicht notwendig, so Gnadl. gi

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