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Jagdreviere neu vergeben

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Petting. In der Jagdversammlung stand die Neuvergabe der Pettinger Jagdreviere im Mittelpunkt. Jagdvorsteher Alois Simic erläuterte den neuen Jagdkataster, der erstmals verwendet wurde. Das Katasterwerk weise für die Pettinger Jagdgenossenschaft 80 Hektar weniger jagdbare Fläche aus, nämlich nur noch 1674 Hektar.


Der Jagdvorsteher dankte Willi Setzer-Mühlbacher für seinen Einsatz in der Genossenschaft. Nach 18 Jahren war er noch vor der Versammlung als Kassier zurückgetreten. Christian Leitenbacher, vom Vorsitzenden kommissarisch als Kassier berufen, wurde von der Versammlung einstimmig bestätigt. Schriftlich nachnominiert wurde als Beisitzer Johann Öllerer.

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Nach dem Verlesen der Niederschrift durch Schriftführer Josef Gröbner und dem Kassenbericht durch Christian Leitenbacher wurde beschlossen, das Essen für die Bäuerinnen und die freie Brotzeit für die Jagdgenossen in der Versammlung beizubehalten. Der Jagdschilling wird heuer nicht ausbezahlt, sondern gespart.

Die Reviere müssen ab sofort mindestens 250 Hektar groß sein. Die Reviere drei und vier werden deshalb zusammengelegt. Einstimmig angenommen wurde auch der Vorschlag, für alle Pettinger Reviere ein »Mit-Pachtverhältnis« zu installieren. Es dürfen zwei Jäger als Pächter auftreten, von denen nur einer Ansprechpartner für die Behörden ist.

Schriftlich abgestimmt wurde auch über die Art der Verpachtung. 113 Jagdgenossen entschieden sich für die freihändige Vergabe. Nach intensiver Diskussion wurde der Pachtpreis beschlossen. Eine Stichwahl brachte mit 82 Stimmen einen Preis von 2,50 Euro pro Hektar. In einem umfangreichen Beiblatt, vorgetragen von 2. Vorsitzendem Anton Strasser, sind die Pachtbedingungen aufgeführt. Sie decken alle Eventualitäten einer Genossenschaftsjagd ab und reichen von der Wildschadensregelung über die Erfüllung der Abschussquote bis hin zu möglichen Wildausfällen in Katastrophenjahren.

Die schriftlichen Abstimmungen über die Reviervergabe brachten folgende Ergebnisse: Revier 1 (351 Hektar) Gottfried Stadler; Revier 2 (383 Hektar) Alfred Schneckenpointner; Revier 3/4 (438 Hektar) Franz Steinmaßl und Edgar Huber; Revier 5 (502 Hektar) Pächter Alexander Hochmuth und Ernst Pointner. HG