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Jährlich 2400 Besucher im Museum Maxhütte

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Bei den wöchentlichen Dienstagsführungen ab Mai kann eine Wohnung aus ehemaliger Zeit im Schlackenhaus besichtigt werden, wie bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Museum Maxhütte bekannt wurde. (Archiv: Humm)

Bergen – Durch die jährlichen Neuerungen bleibt das Museum Maxhütte in Bergen belebt. Verantwortlich dafür ist der Förderverein des Museums. Die Vorstandschaft mit dem Vorsitzenden Hans Reich bietet immer wieder neue Attraktionen an und hält die Industriegeschichte von Bergen stets in Erinnerung.


Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins im Gasthof Hochfelln stellte Reich die wichtigsten Neuerungen vor: Es wurden im Vorjahr die Schauwände im Außenbereich des Museums neu gestaltet, im Inneren wurden neue Grafiken und Fotos angebracht.

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Neu ist das Modell einer Dampfmaschine mit Transmission wie sie in der Dreherei zum Antrieb der Drehbänke im Einsatz war. Im Schlackenhaus wurde zudem eine historische Wohnung fertiggestellt, wie Hans Reich informierte. »Sie ist im Stil der damaligen Zeit komplett ausgestattet.« Die Wohnung kann ab Mai bei den Dienstagsführungen besichtigt werden. Reich würdigte Sigmund Gehmacher und Herbert Scheidsach für die vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden.

Pro Jahr besuchen etwa 2 400 Personen das Museum. Reich betonte, die Führungen seien eine ideale Werbung. Erfreulich sei auch die Mitgliederzahl des Fördervereins Maxhütte Bergen mit 239 Personen. Der Vorsitzende hofft, bis Jahresende noch weitere Mitglieder zu gewinnen.

Gut angekommen sei letztes Jahr wieder das Zinngießen im Rahmen des Ferienprogramms. Der Vereinsausflug führte 2016 zum Silberbergwerk nach Schwaz. Weiter erinnerte der Vorsitzende an das Ereignis »Kulturgenuss in Bergen und Siegsdorf«, ausgerichtet von der örtlichen Touristinformation. »Wir haben uns neben einigen weiteren Veranstaltungen vor allem mit der Museumsnacht in der Maxhütte beteiligt.«

Für dieses Jahr kündigte Reich ein paar Termine an: Ab 12. Mai stellt Judith Steinbacher aus Bergen Bilder im Museum aus und am 21. Mai beteiligt sich der Förderverein unter dem Motto: »Spurensuche, Mut zur Verantwortung« am Internationalen Museumstag. Auch am Ferienprogramm will sich der Verein wieder beteiligen sowie an der Veranstaltung »Kulturgenuss in Bergen und Siegsdorf«. Am 16. September findet der Törggelen im Museum Maxhütte statt.

Bürgermeister Stefan Schneider würdigte das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins Museum Maxhütte. Bergen sei ein Museumsort mit großer Tradition, auch wenn das Museum »Blauer Anger« seit dem vergangenen Jahr nicht mehr existiert. Die Ausstellungsstücke daraus werden künftig im Haus der örtlichen Touristik gezeigt. Im Schlackenhaus stehe eine umfangreiche Sanierung an, so der Bürgermeister. Viele der dortigen Wohnungen seien nicht mehr zeitgemäß.

Nach dem offiziellen Teil trugen die Mitglieder Bettina Boettner-Apfelstedt und Robert Gapp Kindheitserlebnisse von Maria Großglettner und Maxhüttengeschichten vor. OH