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Ja zum Chiemgau-Tourismus

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Unterwössen. Seit sich im Jahre 2008 alle 37 Städte und Gemeinden des Landkreises Traunstein mit der Organisation des Chiemgau-Tourismus auf die nachhaltige Stärkung des heimischen Tourismus geeinigt haben, sind laut Marketingleiter Jens Hornung viele positive Akzente gesetzt worden. Um die erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen, hat der Gemeinderat in Unterwössen in der jüngsten Sitzung beschlossen, sich auch für die Zeit von 2015 bis 2017 mit etwa 20 000 Euro pro Jahr an der Finanzierung zu beteiligen.


Die kontinuierliche Steigerung der Wertschöpfung aus dem Tourismus bewertete der Marketingleiter in der Sitzung als einen der größten Erfolge. Neben den Zuwächsen bei den Übernachtungs- und Tagesgästen seien es vor allem die Umsatzsteigerungen im Einzelhandel und bei den touristischen Dienstleistungen gewesen, die die touristische Wertschöpfung mit 10 000 Arbeitsplätzen allein in den vergangenen vier Jahren von 450 auf 495 Millionen Euro gesteigert habe.

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Laut Hornung sei auch die Einführung des sogenannten »Themenmanagements« beim Chiemgau-Tourismus im Jahr 2013 bisher sehr positiv verlaufen. Die Arbeitskreise Rad, Wandern, Winter, Image und Kultur hätten schon jetzt zu einer noch stärkeren Verzahnung der Mitglieder und allen touristischen Akteuren sowie zu einer Verbesserung der Angebote geführt.

Auf Fragen aus dem Gremium nach möglichen Hilfen des Chiemgau-Tourismus für Privatvermieter, um dem wachsenden Bettenschwund entgegen zu steuern, blieb der Marketingleiter allerdings eine Antwort schuldig. Auch Anfragen nach dem Sachstand zur Fusion mit dem »Chiemsee-Alpenland-Tourismus« in Rosenheim beantwortete er nur ausweichend.

Demgegenüber überzeugte Bürgermeister Ludwig Entfellner die Gemeinderäte von der Wichtigkeit eines »funktionalen Verbandes auf Landkreisebene, der ohne politischen Druck seine Arbeit machen kann.«

Das Finanzierungsmodell des Chiemgau-Tourismus sieht – wie in den Jahren zuvor – ein jährliches Volumen von 1,5 Millionen Euro vor. Davon trägt der Landkreis einen Anteil von einer Million. Über die Übernachtungsumlage der Mitgliedskommunen von 12,5 Cent pro Übernachtung werden die restlichen rund 500 000 Euro erbracht.

Am Ende stimmte das Gremium mehrheitlich für eine dreijährige Folgefinanzierung. Lediglich Sandra Sonntag und Markus Entfellner (beide FDP) legten ihr Veto ein. Laut Sonntag wollten sie damit ein Zeichen setzen, »um die Fusion voranzutreiben.« bvd