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Irsinger Berg in Sankt Georgen muss dringend saniert werden

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Der Irsinger Berg bei Sankt Georgen muss dringend saniert werden. Durch Wasser und Frost hat sich die Fahrbahn bereits in Richtung Hangseite verschoben. Im Haushalt 2015 sollen für die Sanierung 150 000 Euro eingestellt werden, die wegen der Hangsicherung aber voraussichtlich nicht ausreichen werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung auf Anraten der Verwaltung einstimmig beschlossen, für die Sanierung des Irsinger Bergs in Sankt Georgen 150 000 Euro in den Haushalt 2015 einzustellen. Wegen der damit verbundenen Hangsicherung, dessen Planung bereits läuft, sind aber erhebliche Mehrkosten nicht auszuschließen, teilte die Verwaltung mit. Die Bereitstellung der Haushaltsmittel muss der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung noch absegnen.


Dem Beschluss ging ein Antrag der CSU-Fraktion voraus, die darauf hinweist, dass die Schäden in den vergangenen Monaten stark zugenommen hätten. Die Fahrbahn sei stark wellig, was auf den Straßenunterbau zurückzuführen sei. In Teilbereichen habe sich der Unterbau durch Wasser und Frost in Richtung Hangseite verschoben. Um ansteigende Kosten zu vermeiden, sollte die Sanierung auf Anraten der CSU nicht auf die lange Bank geschoben werden. Behandelt wird ein weiterer CSU-Antrag, der sich mit der Sanierung der Ortsverbindungsstraße Hörpolding-Walding befasst, über den ebenfalls in der Hauptausschusssitzung debattiert wurde. Nachdem nun feststeht, dass die Ortsverbindungsstraße zwischen Hörpolding und Truchtlaching (Gemeinde Seeon-Seebruck) nicht zu einer Kreisstraße aufgewertet wird, bleibt die Stadt Traunreut weiterhin alleiniger Baulastträger bis kurz vor den Weiler Pattenham (Seeon-Seebruck). Bislang wurde die Fahrbahn immer wieder notdürftig geflickt und die Bankette, die bei Starkregen schnell ausgeschwemmt werden, aufgekiest. Nach dem Willen der CSU sollte in den Bereichen, in denen der Asphalt stark in Mitleidenschaft gezogen ist, neu asphaltiert werden. Ferner wird als zwingend notwendig erachtet, die Bankette in weiten Bereichen mit Rasengittersteinen zu befestigen.

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Nach Einschätzung der Verwaltung sollte die Straße aufgrund ihres schlechten Zustandes in den nächsten Jahren grundlegend saniert werden. Aus Sicht der Tiefbautechniker der Stadt müsste die Fahrbahn von derzeit 4,50 Meter auf fünf Meter verbreitert, komplett asphaltiert und das Bankett ausreichend befestigt werden. Zu prüfen sei auch der Bau eines Geh- und Radweges. So verständigte sich das Gremium darauf, 2015 zunächst eine Vermessung und Planung für die Gemeindestraße durchzuführen und einen Geh- und Radweg als Alternative zu planen. Sobald eine Kostenschätzung vorliegt, soll der Stadtrat eine Entscheidung treffen.

In der Sitzung soll auch über einen Antrag der Bürgerliste abgestimmt werden, sollte sich bis Mitte 2016 kein geeignetes Mietobjekt für die Stadtbücherei finden, für einen Neubau einer Stadtbibliothek in den Haushaltsjahren 2017 und 2018 2,5 Millionen Euro einzustellen. Die Empfehlung der Bürgerliste wurde im Hauptausschuss aufgrund der laufenden Diskussion zur Finanzsituation der Stadt, über die in einen weiteren Tagesordnungspunkt diskutiert werden soll, mehrheitlich abgelehnt.

Eine Grundsatzentscheidung soll auch darüber getroffen werden, das BRK-Bereitschaftsgebäude von der Munastraße an die Kolpingstraße zu verlegen. Weitere Themen befassen sich mit Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehren im Rahmen des Finanzplans und mit der künftigen Sitzordnung des Stadtrats im Sitzungssaal. Zu Beginn der Sitzung um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses wird Achim Gebhardt von der CIMA Beratung & Management München das Organisationskonzept zur Standortförderung in Traunreut vorstellen. Die Stadt hat zur Stärkung des Stadtzentrums für zwei Jahre ein professionelles Stadtmanagement beauftragt. ga