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Inzeller Themen mit Danzer diskutiert

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Inzell. In einer Gesprächsrunde in Inzell ging der Landratskandidat der Freien und Unabhängigen Wähler (FW/UW), Andreas Danzer, auf Einladung der »Offene Bürgerliste Inzell-Chiemgau – Freie Wähler« (OBIC-FW) auf Fragen der Bürger zu regionalen Themen ein.


Als eines der Hauptziele als möglicher Landrat nannte Danzer eine frühzeitige, für die Gemeinden kalkulierbare Festsetzung der Kreisumlage am Jahresanfang und eine generelle Reduzierung dieser Abgabe. Wichtigstes Ziel beim Tourismus wäre ihm die Schaffung einer schlagkräftigen Marke mit den Schwerpunkten Chiemsee und Alpenrand bis hinein ins Berchtesgadener Land. Beim Thema Asylbewerber sieht er den Landkreis in der Pflicht, Bürgermeister, Gemeinderäte sowie die Sozialeinrichtungen und Ehrenamtlichen in den Gemeinden frühzeitig einzubeziehen.

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Als erstes Inzeller Thema stellte Annelie Gromoll, Vorsitzende der Bürgerliste, das Thema Eishalle zur Debatte. Sie ist ihrer Meinung nach nicht barrierefrei. Ein Bürger fragte zudem, inwieweit die hohe Kreisumlage durch den Bau der Eishalle bedingt ist. Danzer sieht als Grund für die hohe Schuldenlast des Landkreises nicht die Bezuschussung der Eishalle. Vielmehr seien zu viele Investitionen in zu kurzer Zeit getätigt worden, die die Handlungsfähigkeit des Landkreises einschränken. Probleme für Inzell ergäben sich auch durch die geänderte Bezuschussung für das Bundesleistungszentrum.

Zum Thema Ansiedlung von Gewerbebetrieben im »Gewerbegebiet See« sieht Danzer den Schwerpunkt in Inzell mehr im Tourismus und nicht in der klassischen gewerblichen oder industriellen Ausrichtung wie etwa in Siegsdorf. Wichtig sei es, in der Ortsplanung den Bedarf genau zu ermitteln, um das passende Gewerbe zu finden. Interessante Aspekte fügte dazu Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm hinzu. Aus seiner Sicht ist es für jede Gemeinde wichtig, für sich ein Thema wie Sport oder Tourismus zu definieren, das dann konsequent verfolgt wird. Die ebenfalls angesprochene Senkung der Gewerbesteuerhebesätze halte er nicht für das ideale Werkzeug, Gewerbebetriebe oder Discounter zu locken. Viel wichtiger sei es, dass die Infrastruktur zum Gewerbe passe und Inzell für die Arbeitnehmer lukrativ erscheine.

Den geplanten Zusammenschluss der Tourismusregionen Chiemgau/Chiemsee mit Rosenheim bewertet Danzer als Chance. Dabei sei der Name, wie in der Runde diskutiert, nicht das entscheidende Kriterium. Er sehe große Schnittmengen und Synergieeffekte bis in den Landkreis Berchtesgadener Land hinein. wb