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Inzeller Schulturnhalle wird saniert

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Die Inzeller Schulturnhalle muss saniert werden, denn das Dach ist undicht. (Foto: Wegscheider)

Inzell. An der Inzeller Schulturnhalle, die 1962 gebaut wurde, nagt der Zahn der Zeit. In den letzten Monaten ist das Dach undicht geworden und Handlungsbedarf ist nicht nur deshalb, sondern auch aus energetischer Sicht dringend nötig. Die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf 126 000 Euro, mit dem Bau soll im August begonnen werden. Der Gemeinderat war einstimmig der Meinung, dass die Sanierung dringend umgesetzt werden muss. Ein Antrag auf einen vorzeitigen Baubeginn wird nun gestellt.


Bereits im Oktober 2013 wurden dem Gemeinderat durch Architektin Helga Meinel vier Sanierungsvarianten vorgestellt. Auf Basis des Haushaltsansatzes von 150 000 Euro im Haushalt 2014 wurde sie beauftragt, eine der Varianten weiter auszuarbeiten, wobei das Dach (506 Quadratmeter) und die oben angebrachten Glasbausteine (90 Quadratmeter) saniert werden sollen. Zusätzliche Stützen zur Lastabtragung sind vorgesehen und die alte Mineralwolledämmung muss erneuert werden. 1997 wurde die Halle bereits einmal saniert, doch weitere Verbesserungen sind dringend notwendig. Die Schneelastzone ist in Inzell auf 352 kg/m² festgelegt und derzeit beträgt die zulässige Last lediglich 190 kg/m².

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Bei der Sanierung ist eine Aufdachdämmung mit neuen Sparren geplant und die Glasbausteine sollen ausgetauscht werden, um den hohen Wärmeverlust zu reduzieren. Vorgesehen ist dafür eine Zweischeibenverglasung, was in Verbindung mit dem neuen Dach zur Folge hat, dass der Primärenergieverbrauch um ein Drittel gesenkt werden kann. Die Amortisationszeit liegt dabei unter 15 Jahren.

Bei der neuen Dachkonstruktion sind die statischen Anforderungen klar verändert, da auf einem abgedichteten Dach mehr Schnee liegen bleibt. Johannes Döpper vom Büro Trauntal hat als Statiker eine Beurteilung vorgenommen. Seine Vorschläge müssen in die Kosten für die Dacherneuerung mit eingerechnet werden.

Seitens der Gemeinde wurde ein Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern für energetische Dachsanierung gestellt. Eine Förderzusage liegt bis jetzt allerdings noch nicht vor.

Michi Lorenz (CSU) wollte wissen, warum man sich nicht für die Variante mit Dreischeibenverglasung und zusätzlicher Lüftung entschieden habe. »Hier wäre die Energieeinsparung noch um einiges höher«, betonte der 3. Bürgermeister.

Bürgermeister Hans Egger entgegnete, dass sich der damalige Gemeinderat 2013 dagegen entschieden habe, weil die Kosten dafür deutlich höher lägen. hw

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