weather-image
22°

Inzell soll Naturpark-Gemeinde werden

0.0
0.0

Inzell – Im Chiemgau reift derzeit die Idee zum »Naturpark Chiemsee – Chiemgau«, der die Region noch besser in der Öffentlichkeit präsentieren soll. Es gibt dazu bereits ein Arbeitsgremium in Zusammenarbeit mit dem Gemeindenetzwerk »Allianz in den Alpen«, dem Ökomodell Achental und dem Abwasser- und Umweltverband Chiemsee. Marianne Berger-Stöckl stellte die Idee in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor und lieferte ausführliche Information über den Naturpark.


Anfang Juli hatte bereits eine Informationsveranstaltung für alle Bürgermeister der 31 Gemeinden stattgefunden, die als Naturpark-Mitglieder in Frage kommen. Bis zu einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung am 27. Oktober in der Festhalle in Aschau sollen die Rathauschefs ihre Gemeinderäte über die Idee informiert haben.

Anzeige

Das Bundesnaturschutzgesetz sieht vor, dass ein Schutzgebietsanteil von mindestens 50 Prozent Voraussetzung für einen Naturpark ist. Ein Naturpark ist eine Großlandschaft zum Anfassen, Erleben und Mitmachen, in der es bestimmte Schutzzonen gibt. Der Mensch und die Natur sind dabei eng verbunden. Vorschriften wie für ein Naturschutzgebiet oder ein Landschaftsschutzgebiet gibt es für einen Naturpark nicht. Ein Naturpark ist vielmehr ein freiwilliger Zusammenschluss von mehreren Gemeinden zur Regionalentwicklung.

Der Inzeller Gemeinderat stand der Sache sehr positiv gegenüber und will das Thema Naturpark weiter verfolgen – auch weil Inzell über mehrere interessante Naturangebote verfügt wie die Inzeller Filzn und den Bereich um den Falkenstein mit Grotten- und Falkensee.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt in der Sitzung war ein Antrag zum Einbau einer Wohnung in ein Dachgeschoß. Das Bauvorhaben liegt innerhalb des Bebauungsplans »Alte Säge«; das Gebiet ist als Sondergebiet festgesetzt und dient ausschließlich Kur- und Fremdenverkehrszwecken. Es sind deshalb Ferienwohnungen mit einer fluktuierenden Vermietung zulässig. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Umbau aus. Der Hinweis auf eine Nutzung als Ferienwohnung wird in die Baugenehmigung mit aufgenommen.

Bürgermeister Hans Egger teilte dem Gremium mit, dass die Gemeinde Inzell beim Wettbewerb »Solar regional« den zweiten Platz erreicht hat. Egger fand es sehr lobenswert, dass die Gemeinde als Gebirgsgemeinde hier so gut abgeschnitten hat. Es lasse sich ganz klar das Umweltbewusstsein der Inzeller Bürger erkennen. Die Solarfläche pro Einwohner liegt in Inzell bei 0,78 Quadratmeter.

Dritter Bürgermeister Michael Lorenz bat um mehr Information bezüglich der neuen Gasleitung für Inzell. Bürgermeister Egger erläuterte, dass grundsätzlich eine individuelle Beratung nötig sei. Jede Heizung sei unterschiedlich und jede Investition individuell.

Lorenz informierte das Gremium außerdem über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Hallenbad. Ein Vorkonzept sei bereits erarbeitet. »In den nächsten Wochen soll dann ein Sachbericht erstellt werden«, so Lorenz. hw