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Investitionen in die Zukunft

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Grassau – Beim Dreikönigsfrühschoppen der Grassauer SPD in der Wirtschaft am Reifinger See berichteten die Mitglieder der SPD-Marktgemeinderatsfraktion und Bürgermeister Rudi Jantke aus der aktuellen Gemeindepolitik und standen interessierten Gästen Rede und Antwort.


Es seien alle Planungen zur anstehenden Schulhaussanierung und zum Neubau einer Zweieinhalbfach-Turnhalle angelaufen und alle Zuschussanträge gestellt, berichtete Ratsmitglied Hans Hornberger. Der Zeitplan sehe vor, ab Mitte 2017 die alte Einfachturnhalle abzubrechen und an dieser Stelle bis Ende 2018 die Zweieinhalbfach-Turnhalle zu errichten. Parallel dazu könnten bereits ab Februar 2017 im Schulhaus die erforderlichen Maßnahmen für Barrierefreiheit beginnen.

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In den Jahren 2018 und 2019 werde dann die jetzige, sogenannte neuere Turnhalle in Schulräume umgewandelt, sodass im Anschluss bei der Generalsanierung des restlichen Schulhauses keine Klassen ausgelagert werden müssen. Alle geplanten Arbeiten werden wohl nicht vor 2020 abgeschlossen sein.

Bürgermeister Jantke betont gute Haushaltslage

Bürgermeister Rudi Jantke ergänzte, dass durch historisch niedrige Zinsen der Zeitpunkt für eine derart große Maßnahme günstig ist. Vielmehr aber noch trage bei, dass der Markt Grassau in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet habe. Mit mehr als 2,5 Millionen Euro seien die Rücklagen so hoch wie nie, und nach Abzug der Verbindlichkeiten von 3,3 Millionen Euro belaufe sich die effektive Verschuldung auf lediglich noch 800 000 Euro – auch dieser Wert sei so gering wie lange nicht.

Von den geschätzten zwölf Millionen Euro Kosten für die gesamte Maßnahme werden beim Markt Grassau nach Abzug der Zuschüsse letztlich zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Euro Kosten verbleiben. »Wenn die Gemeinde nicht in Jugend, Bildung und Sport investiert, vergibt sie ihre Zukunft!«, so Jantke.

Marina Gasteiger gab einen Überblick über den aktuellen Stand des geplanten Wertstoffhofs, der seinen Standort im Gewerbegebiet Eichelreuth beziehen werde, nachdem die dort ansässige Baufirma ihren Bauhof in den Ortsteil Kucheln verlagert habe. Mit der Eröffnung sei im Herbst 2017 zu rechnen.

Stefan Kattari begrüßte, dass der Gewerbepark neu überplant werden solle. Wichtig sei, dass wieder Gewerbeflächen entstünden, damit nach wie vor möglichst viele Arbeitsplätze für die Bevölkerung in Grassau zur Verfügung stehen.

Optionen für ehemalige Minigolf-Anlage

Herbert Gschöderer informierte über einen wiederum neuen Sachstand beim Grundstück der ehemaligen Minigolf-Anlage an der Mietenkamer Straße. Nachdem die Vorstellungen des Markts Grassau zur touristischen Nutzung nicht wie erhofft umgesetzt wurden, habe der Marktgemeinderat zuletzt beschlossen, die Möglichkeit des Rückkaufs zu nutzen. Wichtig sei, so Gschöderer, dass das Grundstück endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt werde.

Olaf Gruß betonte die Bedeutung des Tourismus für Grassau. Erfreulicherweise haben sich im vergangenen Jahr die Zahlen mit fünf Prozent mehr Gästen und sogar acht Prozent mehr Übernachtungen wieder etwas erholt und positiv entwickelt. Was noch fehle, sei ein Stellplatz für Campingmobile.

Alfred Körner lobte die ehrenamtlichen Leistungen der beiden Feuerwehren in Grassau und Rottau. In diesem Jahr erhalte die Feuerwehr Grassau ein Ersatzfahrzeug für das bisherige Löschfahrzeug, das seit 25 Jahren im Einsatz ist. Zudem könne hoffentlich endlich die Erweiterung des Grassauer Feuerwehrhauses in Angriff genommen werden.

Der Marktgemeinderat habe auch die Weichen für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Rottau gestellt und am Gedererweg zwei Grundstücke dafür erworben. fb