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»Investition für das ganze Dorf«

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Staudach-Egerndach – Der Moorrundweg droht sich aufzulösen. Dem möchte zweite Bürgermeisterin Martina Gaukler entgegenwirken. Sie stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats nun ein Konzept vor, um den Weg wieder attraktiv zu machen.


Im Spätherbst hatte Martina Gaukler eine Begehung des Wegs mit rund 30 interessierten Bürgern organisiert. Aus diesem Personenkreis bildete sich eine kleine Arbeitsgruppe, die sich in den vergangenen Wochen mit der Neugestaltung des Wegs auseinandergesetzt hat. Die Idee sei laut Gaukler, den Moorrundweg relativ einfach, aber auch attraktiv, zu gestalten. Der Ausgangspunkt sei bei der Kirche. Nach dem Konzept sollen hier eine Informationstafel sowie eine Wippe und eine Sitzbank aufgestellt werden. Am Fischweiher vorbei soll dann bei der nächsten Station unter dem Motto »Willkommen im Moor« wieder eine Bank platziert werden. Zudem solle eine interaktive Tafel über das Hochmoor aufklären. Auch eine Hundetoilette sei vorgesehen.

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»Wellness im Moor« werde die nächste Station überschrieben. Eine Schaukelbank soll zum Verweilen einladen. Für die Kinder sei ein Spielfernrohr angedacht, mit dem sie versteckte Holztiere entdecken können. An der Kreuzung will man sich den »Bienen im Moor« widmen. Hier wäre ein Schaubienenstock eine wertvolle Ergänzung. Zudem sind eine weitere Informationstafel und auch eine Tafel mit verschiedenen Klappen zum Öffnen vorgesehen.

Am Moorweiher sollen unter dem Motto »Verweilen im Moor« zwei Sitzbänke aufgestellt werden. Gegenüber könnte ein kleines Hexenhäuschen für die Kinder zum Spielen entstehen, stellte Gaukler die weiteren Planungen vor. »Fluss und Moor« soll dann an der nächsten Station bei der Sandbank der Tiroler Achen im Fokus stehen. Große Steinquader zum Sitzen und ein Steinmännchen sollen dazu anregen, selbst aktiv zu werden und Steinmännchen zu bauen. Eine Tafel mit dem Thema »Hochwasser« ist ebenfalls in Planung.

Des Weiteren könnte sich eine Schautafel mit der Geologie beschäftigen. Besucher hätten dann die Möglichkeit, die Steine in der Achen zu bestimmen. »Wald und Moor« werde bei der nächsten Station in den Vordergrund rücken, so die zweite Bürgermeisterin. Würfel mit Baumteilen könnten hier gepuzzelt werden, bis die richtigen Bäume zum Vorschein kommen. Die vorletzte Station unter dem Vorzeichen »Berge und Moor« könnte bei der großen Linde entstehen. Ein Brotzeittisch und Bank würde hier zu einem Picknick einladen. Interessant wäre eine große Plexiglasscheibe, die den Blick in die Berge freigibt und zudem über die Namen der Berge informiert.

Die letzte Station ist beim Pumphäuserl gedacht, informierte Gaukler. Hier würden sich ein großes Insektenhotel sowie eine weitere Hundetoilette anbieten. Klappbare Bänke hätten hier den Vorteil, dass auch bei schlechtem Wetter auf einer trockenen Fläche Platz genommen werden könne. Nach einer ersten, großzügigen Kostenschätzung würde die neue Weggestaltung rund 54 000 Euro kosten.

Laut Bürgermeister Hans Pertl sei dies zwar ein »Haufen Geld«. Er ist aber überzeugt, dass dieser Weg den Bürgern dann wieder gut gefallen würde. Alexander Sedlmaier sah auch einen Nutzen für Schulklassen. Anton Weiß meinte, dass dieser Weg für Einheimische attraktiv sei. Die größten Kosten entstünden durch die Infotafeln, ergänzte Martina Gaukler. Die Tafeln machen aber nur Sinn, wenn sie einheitlich und abwechslungsreich sind. Sie hofft, dass bei der Herstellung des Weges wieder viele aus dem Dorf mithelfen werden. Alexander Sedlmaier glaubt, dass dies den Zusammenhalt im Dorf weiter stärken könnte. Für die Tafeln seien Sponsoren gut, so Anton Weiß. Hier könnten Firmen auf sich aufmerksam machen. Er bezeichnete die Neugestaltung als eine »Investition für das ganze Dorf«.

Durch die allgemeine Zustimmung im Gemeinderat wird nun an dem Konzept für den Moorrundweg weiter gefeilt und auch die Kosten werden genauer eruiert. tb