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Insgesamt ein ruhiger Jahreswechsel

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Julia und Emil waren an Neujahr schon früh auf den Beinen und räumten rund um die Kriegsgräberstätte am Hohen Kreuz in Traunstein die Hinterlassenschaften der Silvester-Gäste weg. Von dort oben hatte man bei klarer Sicht einen herrlichen Blick über Traunstein. Feuerwehr und Polizei zogen eine positive Silvesterbilanz ohne besondere Vorkommnisse. Und auch Tagblatt-Leser Franz Baumann, der uns dieses Bild geschickt hat, ist der Meinung: »Die meisten Silvester-Feierer sind ganz vernünftige Leut’.«

Traunstein – Das Gute vorweg: Der Jahreswechsel verlief in der Region ohne größere Katastrophen. Sowohl Polizei als auch Feuerwehr sprachen in ihrer Bilanz von einem ruhigen Jahreswechsel.


Nur wenige Einsätze gab es für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein. In den ersten Stunden des neuen Jahres kam es zu sieben Einsätzen, alle wegen Kleinbränden. Verletzt wurde niemand. Auch die Polizei bilanziert eine »insgesamt friedlich verlaufende Silvesternacht«. Im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (für neun Landkreise sowie für die kreisfreie Stadt Rosenheim zuständig) gab es aber sehr viele Einsätze. 450 Notrufe gingen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums ein, aus denen sich 208 Einsätze entwickelten.

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Der erste Feueralarm des neuen Jahres ging um 0.12 Uhr bei der Feuerwehr Palling ein. Im Westring war eine Hecke in Brand geraten, vermutlich durch einen Feuerwerkskörper. Die Floriansjünger hatten das Feuer schnell gelöscht und konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken.

Zehn Minuten später heulten die Sirenen in Kay und Kirchheim. Im Gewerbegebiet Tittmoning-Mayerhofen waren auf einem Firmengelände mehrere Gummimatten aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 5000 Euro geschätzt.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht rückte die Feuerwehr Grassau aus. Auch dort war in einer Wohnsiedlung eine Hecke in Brand geraten. Der Kleinbrand war schnell gelöscht und die Aktiven konnten wieder abrücken. Das war jedoch nicht der einzige Einsatz der Grassauer Wehr am Neujahrsmorgen. Um 5.55 Uhr musste sie nochmals ausrücken, weil an der Fragnerstraße Unrat in Brand geraten war. Auch das keine große Sache für die Floriansjünger.

Die Aktiven der Feuerwehr Trostberg mussten ihre Neujahrsfeier um 1.25 Uhr unterbrechen, um mit zwei Löschfahrzeugen in die Friedrich-Ebert-Straße auszurücken und eine brennende Restmülltonne zu löschen. Nach 35 Minuten war der Einsatz beendet und die Floriansjünger wieder am Gerätehaus zurück.

Ein brennender Gartenzaun rief kurz nach 3 Uhr die Feuerwehr Waging auf den Plan. Am Einsatzort »Am Römergraben« angekommen stellten die Floriansjünger fest, dass eine Feuerwerkskartusche am Gartenzaun lag und brannte. Auch dieser Kleinbrand war schnell gelöscht.

Gegen 3.20 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Traunstein ein »rauchender Pkw-Anhänger« an der Kernstraße gemeldet. Stadtbrandmeister Andreas Zeiser, der mit seiner Mannschaft kurze Zeit später vor Ort war, bestätigte die Meldung des Notrufs. Die Feuerwehr räumte den Anhänger aus und löschte den Kleinbrand unbekannter Ursache. Mit einer Wärmebildkamera wurde kontrolliert, ob sich noch Glutreste auf dem Anhänger befinden.

An Silvester kam es im Landkreis Traunstein zu keinerlei Bränden und Löscheinsätzen für die Feuerwehren. Gefordert war jedoch die Feuerwehr Ruhpolding. Dort musste gegen Mittag eine akut erkrankte Person aus dem zweiten Obergeschoß eines Hotels mittels Drehleiter gerettet werden. Der Rettungsdienst bat die Feuerwehr um Unterstützung, weil ein Transport auf der Trage über das Treppenhaus zu schwierig gewesen wäre.

Während dieser Personenrettung in der Maier-Gschwendter Straße ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein ein Notruf über eine bewusstlose Person auf einer Langlaufloipe im Ortsteil Zell ein. Da der alarmierte Rettungswagen eine längere Anfahrt hatte, half die Feuerwehr aus und entsandte die Besatzung eines Löschfahrzeuges zu dem medizinischen Notfall. Bei Eintreffen der Feuerwehrler war die Person wieder ansprechbar. Die Sanitäter der Feuerwehr versorgten den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

In Nirnharting bei Waging rückte die Wehr gegen 11.30 Uhr aus. »Baum über Fahrbahn«, lautete die Einsatzmeldung. Bei Dopplmühl war ein Baum umgestürzt und auf die Straße gefallen. Die Feuerwehr beseitigte das Hindernis und sorgte für freie Fahrt. pv/ka