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Initiative für die Sicherheit der Ottinger Schüler

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Fleißige Mitglieder der Vereins zur Erhaltung der Schule in Otting haben an der Einfahrt zum Gewerbegebiet »Waging-West« in Eigenleistung ein Bushäuschen aufgestellt; die Materialkosten hat die Gemeinde getragen.

Waging am See. Der Verein zum Erhalt der Schule in Otting hat in den vergangenen Wochen zwei Aktionen initiiert und teilweise auch finanziert, die schon lange gewünscht waren und der Sicherheit der Schüler dienen: ein Bushäuschen am Rande des Gewerbegebiets »Scharling« und eine Geschwindigkeitsanzeige direkt vor der Schule in Otting auf der Staatsstraße 2104. Beides geschah in enger Absprache und mit Hilfe der Marktgemeinde Waging am See.


Wie Vorsitzender Harald Gaube und Kassierin Julia Gröll in einem Pressegespräch sagten, hatte der Verein schon vor längerer Zeit eine Geschwindigkeitsmessanlage gekauft, um damit die Sicherheit der Schüler zu erhöhen. Mittlerweile ist die Anlage an einer Straßenlaterne installiert – und nach der Empfindung von Anwohnern gehen die Autofahrer tatsächlich etwas vom Gas. Zuvor musste die Zustimmung des Staatlichen Bauamtes eingeholt werden. Dies sei aber kein Problem gewesen, so Gaube. Auch die E.on habe mit Unterstützung der Gemeinde mitgespielt und die Anlage ans Stromnetz angeschlossen. Allerdings muss hier noch nachgerüstet werden; denn die Akkus laden sich nicht lang genug auf, damit die Anlage den ganzen Tag über in Betrieb sein kann.

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Knapp 2000 Euro hat die Anlage gekostet, rund 600 Euro davon wurden aus Spenden finanziert, den Rest hat der Verein aus der Kasse übernommen, die von den Beiträgen der rund 100 Mitglieder gefüllt wird.

Weniger Geld, aber mehr Arbeit hat der Bau eines Bushäuschens für die Kinder im Gewerbegebiet Scharling gekostet. Ein Vorstoß bei der Gemeinde, hier ein Bushäuschen aufstellen zu dürfen, sei schnell auf fruchtbaren Boden gestoßen, so Gaube. Die Gemeinde kaufte den etwa 2000 Euro teuren Bausatz für ein Bushäuschen, der Bauhof lieferte Material für Unterbau und Pflaster. Die Arbeiten haben drei Vereinsmitglieder übernommen, ausgerüstet mit einem »Mords-Maschinenpark« und gut versorgt mit Brotzeit. Sie kofferten die Fläche für das 2,50 mal 3,70 Meter große Fundament aus und betonierten einen Sockel, dann wurde mit Splitt aufgekiest und darauf das Pflaster gelegt. Danach wurde das Häuschen, das im Wesentlichen aus Glaselementen besteht, zusammengebaut, aufgestellt und angeschraubt. Gaube und Gröll sind voll des Lobes über die Kooperation mit der Gemeinde, vor allem auch mit dem Bauhof unter seinem Leiter Richard Fischbacher.

Als nächstes steht der schon früher organisierte Männerkochkurs an, den Daniel Schenk leitet. Ein weiterer Beitrag zur Geselligkeit und für ein gutes Miteinander im Verein war die Teilnahme am Dorfschießen mit drei Mannschaften. Bei einem Elternabend für die Vorschulkinder will der Verein weiter um Mitglieder werben.

Um den Bestand der Schule macht sich die Vorstandschaft aktuell keine größeren Sorgen; denn die bisherigen drei Klassen bleiben wohl auf Jahre hinaus erhalten. Und da die beteiligten Gemeinden an dem Zwei-Häuser-Prinzip der Grundschule Otting-Wonneberg nicht rütteln wollen, dürfte die Schule weiterhin im Dorf bleiben. he