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Infomax plant Firmengebäude an Mietenkamer Straße

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Auf dieser grünen Wiese wird das Unternehmen Infomax sein Firmengebäude errichten. Heute grasen dort noch Pferde. Im hinteren Bereich ist der Sportplatz zu erkennen. Links davon das neue Siedlungsgebiet und rechts (auf dem Gelände des ehemaligen Minigolfplatzes) wird das Golf Resort bauen. (Foto: T. Eder)

Grassau – In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats stellte der Grassauer Unternehmer Robert Klauser sein Unternehmen »Infomax Websolution« und die Bauabsicht eines Firmengebäudes an der Mietenkamer Straße vor. Die Firma hat bisher ihren Sitz im dritten Stock des Gasthofs zur Post in Grassau. Gegründet wurde das Unternehmen, das 36 Mitarbeiter hat, 1998. Seit 2010 hat das Unternehmen mit Firmengründer und Chef Robert Klauser auch eine Niederlassung in Bremen.


Das Unternehmen befasst sich mit komplexen Internetportalen und hat sich im Bereich Tourismus spezialisiert und ist auch für den Grassauer Internetauftritt verantwortlich. »Wir werden immer größer und wir brauchen mehr Raum«, betonte Firmenchef Robert Klauser.

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Derzeit noch zwei Standorte in Grassau

Bislang arbeite das Unternehmen im dritten Stock im Gasthof zur Post und musste aufgrund der beengten Situation auf Räume im ehemaligen Hotel »Hansbäck« ausweichen. Aktuell arbeiten 26 Leute in Grassau, darunter drei Auszubildende. Durch die zwei Standorte in Grassau gebe es Kommunikationsverluste und es gehe auch viel an sozialem Austausch verloren. Zudem existieren zu wenige Rückzugs-möglichkeiten, was gerade im kreativen Bereich nötig ist, erklärte Klauser.

Seit mehr als zwei Jahren werde bereits nach einer Lösung gesucht. Nun habe sich die glückliche Situation ergeben, im Aichfeld ein Grundstück zu finden, um mit einem Neubau den Mitarbeitern ein optimales Umfeld anzubieten. Zentrumsnähe sei hier gegeben und sehr wichtig. Das Hauptgebäude mit 30 auf 13 Meter in dreigeschossiger Bauweise (Wandhöhe 9,50 Meter), soll parallel zur Mietenkamer Straße verlaufen. Der Anbau (elf auf elf Meter und acht Meter hoch) ist von der Straße abgewandt geplant. Die beiden Gebäude werden optisch mit einem weiteren trapezartigen Anbau verbunden. Dieser eingeschossige Anbau soll als Innovationslabor dienen. Im hinteren Bereich des Grundstücks werden 25 Stellplätze geschaffen. Klauser zeigte auch Ansichten des modernen und mit vielen Glasfronten geplanten Gebäudes, betonte aber, dass es sich um einen Entwurf handelt.

Infomax-Gebäude ragt nicht so hoch hinaus

Bürgermeister Rudi Jantke erklärte, dass man hier in einem Mischgebiet mit höherer Geschoßflächenzahl sei. Werner Haslinger (CSU) begrüßte das Vorhaben, habe aber etwas »Bauchweh« mit der Höhe, zumal das Gebäude noch höher als das geplante, benachbarte Hotelgebäude werden könnte. Hierzu erklärte Architekt und Planer Hans Hornberger (SPD), dass das »Infomax-Gebäude« etwas tiefer im Gelände liege und so auch im Erscheinungsbild nicht so hoch hinausrage. Dr. Gustl Trimpl hingegen störte die Nähe zum Sportplatz. Laut Jantke muss dies noch immissionsschutzrechtlich geprüft werden. Dr. Winfried Drost (UGL) empfand das Gebäude als zu nah an der Straße gelegen. Wie Jantke informierte, werde das Gebäude einen Abstand von neun Metern zum Radweg haben. Durch diese Planung könne der westseitige Grund besser für Parkplätze ausgenutzt werden.

Im Änderungsverfahren eingeschlossen ist auch das benachbarte Grundstück. Hier soll ein Wohn- und Bürogebäude mit 19 auf 15 Meter und einer Höhe von 7,50 Metern entstehen. Auch gegen diese Planung hatte der Rat keine Einwände. Somit wurde die Änderung des Bebauungsplans einstimmig beschlossen.

Zustimmung fand außerdem die Aufstellung eines Bebauungsplans »Grassau-Viehhausen« östlich des Lindenfeldwegs. Mit diesem wird bestehendes und neues Baurecht in einem Bauleitverfahren geregelt. Die Breite der Ortsrandeingrünung kann von zehn auf fünf Meter reduziert werden. Dies trifft auch für den Bestand zu, entschied das Gremium.

Wiederum einstimmig wird auch der Bebauungsplan »Rottau« im Bereich Mühlwinkl im Bebauungsplan geändert. Laut Bürgermeister Rudi Jantke möchten dort vor allem junge Familien Wohnraum schaffen. tb