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In Waging gibt es 31 Jungfischer

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Fischerkönig wurde Gewässerwart Gerhard Bachmaier. Unser Bild zeigt (von links) Sportwart David Fickl, Gerhard Bachmaier und Vorstand Alex Garnweitner.

Waging am See – Bei der Jahreshauptversammlung des Waginger Sportanglerbunds berichtete Jugendwart Günter Obst der Versammlung, dass die Jugendgruppe derzeit aus 31 Jugendlichen besteht. Neben dem begleiteten Fischen ist auch der Naturschutz ein wichtiges Thema, an das die Jugendlichen herangeführt werden.


Deswegen freute es die Jugendleitung besonders, dass an der jährlichen Müllsammelaktion am Doblbach bei Waging so viele Jungfischer teilgenommen haben. Leider wurde wieder viel Müll gefunden, der achtlos aus Autos geworfen wurde und in den Gewässern landete. Obst lobte vor allem Richard Fischbacher vom Bauhof Waging für die Müllentsorgung.

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Markus Kraller ist Jugendfischerkönig

Beim Gemeinschaftsfischen wurden immer gute Fänge gemacht. Jugendfischerkönig wurde Markus Kraller. Zum Ende seines Berichts lobte Obst alle, die die Jugendgruppe unterstützt haben. Ein großes Lob galt auch den beiden Jugendwarten Jörn Schmidt und Udo Schwarz für die fachliche Unterweisung der Jungfischer.

Sportwart David Fickl berichtete über die Kameradschaftsfischen im abgelaufenen Jahr. Die Teilnahme war im Großen und Ganzen gut, nur die Fänge waren nicht so zufriedenstellend. Fischerkönig wurde Gewässerwart Gerhard Bachmaier, der bei den Ehrungen die Fischerkette erhielt. Fickl wünschte allen ein gutes Fischerjahr mit besseren Fängen.

Bachmaier erwähnte dann die gute Beteiligung der Mitglieder. Sie leisteten im vergangenen Jahr 370 Arbeitsstunden für Gewässerpflege, Fischbesatz, Fischhege und Erhalt des Vereinsheims. Besonders erfreulich seien die 18 verschiedenen Fischarten, die bei der Hege der Gewässer gezählt wurden. Beim Müllsammeln wünschte er sich eine größere Beteiligung. Außerdem berichtete Bachmeier über Bauprojekte des Wasserwirtschaftsamts und die gute Zusammenarbeit mit den Flussmeistern. Zum Ende würdigte Bachmaier noch seine Gewässerwarte Anton Lamminger und Alfons Retzer, ohne deren Hilfe das Amt nicht zu bewältigen wäre.

In Vertretung von Kassier Thomas Sporn berichtete Joachim Obst über ein gutes Jahr für die Vereinskasse. Er zählte alle Ausgaben und Einnahmen auf. Auch Hüttenwirt Alfons Retzer schloss seine Bewirtung bei Veranstaltungen mit einem Plus ab. Somit sei auch der Verein schuldenfrei.

Immer wieder Fremde auf dem Vereinsgrundstück

Vorstand Alex Garnweitner würdigte alle Abteilungsleiter und Mitglieder für ihren Einsatz. Wie schon erwähnt, standen viele Bauprojekte an den Fischgewässern an. Die Versammlungen waren immer gut besucht. Traurig war der Vorfall am Fischergrundstück am See mit dem ertränkten Hund. Leider war immer wieder festzustellen, dass Fremde auf dem Grundstück Schäden anrichteten. Es wurden auch wieder Müllsäcke in der Götzinger Ache bei Fridolfing gefunden. Sollte der Verursacher herausgefunden werden, wird die Polizei eingeschaltet.

Die neuen Schonzeiten und Maße an den Gewässern haben sich bewährt, fuhr der Vorstand fort. Der Vereinsbeitrag erhöht sich um 5 Euro, um die laufenden Kosten zu decken. Beim Fischbesatz werden nur noch von geprüften Züchtern Besatzfische gekauft. Durch die Veränderung der Bäche und Flüsse sind für manche Fischarten die Laichgründe zerstört worden, und um ein Aussterben von Fischarten wie der Äsche zu verhindern, müsse der Bestand mit Besatz aufrechterhalten werden.

Was den Fischern Probleme neben den Kormoran bereite, sei der Fischotter, der den Gewässern zusetze. Leider höre für einige Zeitgenossen der Naturschutz an der Wasseroberfläche auf. Und ein Tier auszusetzen ohne natürliche Feinde, sei verantwortungslos gegenüber den anderen Tieren. Positiv wäre es, wenn das Landratsamt den Bestand überprüfe. Im neuen Jahr gebe es als Neuerung Monatsversammlungen, um die Mitglieder immer über den aktuellen Stand zu informieren.

Unterstützung der Gemeinde zugesagt

Dritte Bürgermeisterin Hedwig Witzleben lobte den Beitrag der Sportangler zu Erhaltung und Betreuung der Gewässer und Natur. Es werde zwar viel im »Stillen« gearbeitet, das aber sehr eindrucksvoll und effektiv. Erwähnenswert sei auch die Jugendarbeit des Vereins. Es sei wichtig, dass die Jugendlichen auch an den Erhalt der Natur und deren Pflege herangeführt würden. Zum Schluss sicherte sie noch die Hilfe der Gemeinde zu, sollte es Probleme geben. Josef Kraller überbrachte die Grüße der Fischereigenossenschaft und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Verein.

Bei den Wahlen für den Vereinsausschuss wurden Franz Rehrl, Günter Haupt, Georg Kraller, Robert Lechner, Markus Wagner, Hans Nedin, Wolfgang Hirschpoltner und Andy Schönhuber gewählt. Alex Garnweitner würdigte noch die ausgeschiedenen Mitglieder für deren Einsatz. fb