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In voller Römer-Montur 13 Kilometer weit marschiert

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Einen nachhaltigen Hauch von Geschichte verbreiteten diese Römer bei ihrem rund 13 Kilometer langen Fußmarsch von Grabenstätt nach Seebruck. Vor allem die jüngsten Passanten konnten sich nur schweren Herzens wieder von ihnen trennen. (Foto: Müller)

Viele Fußgänger und Radfahrer staunten nicht schlecht, als ihnen auf dem Chiemsee-Uferweg zwischen Grabenstätt und Seebruck fünf stramm marschierende Römer in voller Montur begegneten. Angeführt von »Legionär« Quintus Tiberius Octavius alias Matthias Ziereis absolvierten die historischen Darsteller Manfred Mayer, Rupert Bauer, Otto Marx und Sabine Bauer die rund 13 Kilometer von Römermuseum zu Römermuseum.


Zuvor hatte Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger die »Römer« vor dem Römermuseum empfangen, sie noch bis zum Marktplatz begleitet und dann mit den Worten verabschiedet: »Alles Gute und gut Fuß«. Gute Füße sollten sie tatsächlich brauchen, denn nicht nur die Temperaturen machten ihnen schon bald zu schaffen, sondern auch das Marschgepäck.

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Am meisten aufgeladen hatte Manfred Mayer – etwa 35 Kilogramm Bewaffnung und Ausrüstung forderten schon nach kurzem ihren Tribut, weshalb man die Last kurzerhand auf mehrere Schultern verteilte. Auch von technischen Schwierigkeiten wie einem gerissenen Schwertgurt, einer defekten Dolchaufhängung und einer problematischen Schildbefestigung ließ man sich nicht aufhalten. Als auf den letzten Kilometern auch noch die Wasserreserven zur Neige gingen, legte man einen Zahn zu, denn zu verlockend erschien die Brotzeit des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium vor dem Seebrucker Museum.

Nach viereinhalb Stunden war es endlich geschafft. »Es war sehr anstrengend, aber trotzdem wunderschön«, betonte Ziereis, dem Blasen an den Füßen zu schaffen machten. Vor allem auf den geteerten Wegen sei es mit den genagelten Sandalen und Ledersohlen schwierig gewesen. Gut gestärkt waren sich die Teilnehmer aber schnell einig, sich im nächsten Jahr wieder auf den Weg zu machen.

Nachdem die Teilnehmer 2011 zweimal von Chieming nach Seebruck marschiert waren, folgte 2012 ein Römermarsch auf der Herreninsel. Der jetzige Marsch von Grabenstätt nach Seebruck sei von ihm und Alfons Regnauer, dem langjährigen Seebrucker Museumsleiter und Vorsitzenden des Bedaiumvereins, noch durchgesprochen worden, erinnerte sich Ziereis. Die Ausführung erlebte Regnauer nicht mehr, er starb am 6. September völlig überraschend. mmü