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In Vachendorf waren die Weiber los

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Die Vachendorfer Röckifrauen schafften doch noch ihren närrischen Auftritt beim Vachendorfer Frauenfasching, obwohl sie eigentlich nach Sotschi wollten.

Vachendorf. Sein traditionelles Weiber- und Dirndlkranzl hielt der Trachtenverein im Gasthaus zur Post ab. Für die musikalische Unterhaltung der närrischen Damen sorgte die Stimmungsmusi »De Oa, de Ander und sie«. Aufgefallen ist dabei, dass die Musikantinnen in gleicher Maschkara wie vor zwei Jahren kamen, weil Bernadette wegen Figurproblemen nicht ins neue Kostüm passte.


Im vollbesetzten Saal eröffneten die »Gumboot-Dancers« den Nachmittag mit dem Gesang »Jambo jambo bwana«, was übersetzt heißen soll »Griaß  eich, griaß eich ihr do«. Im kenianischen Rhythmus schwangen sie ihre Baströckchen, was mit Gummistiefel-Plattln und Stockeinsatz betont wurde.

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Den Hühnern aus Bernhaupten gingen beim regen Treiben auf der Tanzfläche die Bett-federn verloren. Die Turnerdamen traten auf nach dem Motto »Spitzenhauben und Arsen«, wobei eine »Giftspritze« jederzeit bereit im Strumpfband steckte. Kinderträume wurden wach, als die Aktiven Dirndln mit dem Lied der Schlümpfe nach Vadder Abraham tanzten, wobei am Ende eine Schlumpf-Dame vom bösen Hexenmeister Gargamel gestohlen wurde. Kurz darauf sang der »La-Montanara-Chor« – ehemals Chor Lichtblick – ein Couplet vom Dorfgeschehen: vom Bibergruß aus dem Fuschbachtal wie auch mit dem Rat, kein Grundstück zu kaufen, »weil die Wiesen dersaufen und i ned schwimma ko...«

Den Abschluss gestalteten wie immer die Röckifrauen als Gastgeberinnen. Weil sie vor lauter Herrichten den Flug nach Sotschi verpasst hatten, um bei der Siegerehrung mit ihrem Liad »Gaufest for everybody« aufzutreten, gaben sie sich im Gasthof zur Post ein Stelldichein. »Wenn d' Hilde 's Gwand ned fertig hod, Bärbe no Kaibe ziagn muaß und d' Marlies no an der Predigt schreibt, is pünktlich sei ned leicht. Trotzdem schaffen sie es oiwei wieda, dabei zu sein...«

Das närrische Treiben der Vachendorfer Weiber dauerte bis tief bis in die Nacht hinein. Und beim Heimgehen freute sich die eine oder andere Kranzlgängerin schon auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.