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In Tengling entsteht eine Kinderkrippengruppe

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Zur Betreuung von Kleinkindern im Alter von einem bis zu drei Jahren plant die Gemeinde Taching den Einbau entsprechender Räume in den Kindergarten Tengling. (Foto: Archiv Kraus)

Taching am See. Die Bestrebungen der Gemeinde zum Einrichten einer Kinderkrippengruppe in den Kindergarten Tengling werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Der Gemeinde wurden bei geschätzten Gesamtkosten von 125 000 Euro Fördermittel in Höhe von 86 300 Euro zugesichert. Bürgermeisterin Ursula Haas und auch die Mitglieder des Gemeinderats forcieren daher einen möglichst schnellen Baubeginn. Vorgesehen ist ein Beginn der Bauarbeiten in den Pfingstferien.


In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte das beauftragte Planungsbüro die Ausführungsplanung vor. Der Gruppenraum mit einer Größe von 60 Quadratmetern bietet genügend Platz für die Kinder zum Spielen. Auch die Planungen für den Schlafraum, die sanitären Einrichtungen und der Einbau einer kleinen Küche fanden die volle Zustimmung des Gemeinderats. Die Ausschreibung der Gewerke soll nun vorgenommen werden, sodass in Kürze die Auftragsvergaben erfolgen können.

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Aus erster Hand wurde die Gemeinde von Rudolf Mühlbauer vom Landratsamt Traunstein über die Situation ausländischer Flüchtlinge im Landkreis Traunstein informiert. Der dramatische Anstieg der Zahl von Flüchtlingen stelle den Landkreis Traunstein vor die große Herausforderung, diese unterzubringen. Er informierte die Gemeinde über rechtliche Grundlagen und die geltenden Verteilungsschlüssel. Demnach sind dem Landkreis derzeit 418 Asylsuchende zugewiesen.

Noch heuer aber sei mit einer weiteren Zuweisung von 700 bis 800 Asylsuchenden zu rechnen. Die zentralen Gemeinschaftsunterkünfte in Grassau und Engelsberg stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen, sodass auch dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten genutzt werden müssten. Der Landkreis sei auf die Mithilfe der Gemeinden und Bürger angewiesen. Landrat Hermann Steinmaßl habe in Gesprächen mit den Gemeinden und der Kirche bereits auf das Problem aufmerksam gemacht. In der anschließenden Diskussion gelangte der Gemeinderat geschlossen zu der Meinung, die Unterbringung ausländischer Flüchtlinge zu befürworten und zu unterstützen. Die Gemeinde werde den Landkreis bei der Quartiersuche in Taching unterstützen.

Informiert wurde auch über den aktuellen Stand der Breitbanderschließung. Der Mobilfunkmast in Grendach soll mit einer sogenannten LTE-Technik (Long Term Evolution) umgerüstet werden. Geschäftsleiter Franz Röckenwagner informierte außerdem über den Breitbandausbau in Taching und in Mauerham. Die Arbeiten seien bereits weit fortgeschritten. Aktuell laufe ein Bieterverfahren, bei dem sich die Telekommunikationsbetreiber für das Projekt bewerben können. Nach Auswertung der Angebote erfolgt die Auftragsvergabe. Die Kosten für den Breitbandausbau wurden in Taching auf 235 000 Euro geschätzt, für Mauerham auf 95 000 Euro. Der Freistaat Bayern wird sich an den Kosten mit einer mindestens 60-prozentigen Förderung beteiligen.

Keinen Konsens fand der Rat zum geplanten Erlass einer Plakatierverordnung. Einige Ratsmitglieder meinten, dass hier eine Regelung ohne Notwendigkeit geschaffen werde. Man könne wildes Plakatieren nicht feststellen. Für die Ortsvereine würde lediglich bürokratischer Aufwand entstehen. Bürgermeisterin Haas und weitere Gemeinderatsmitglieder meinten dagegen, dass durchaus wild plakatiert und dadurch das Ortsbild beeinträchtigt werde. So seien an den Masten der Straßenbeleuchtung immer wieder Plakate aufgehängt worden – ohne Genehmigung. Nach dem Austausch von Pro und Contra beauftragte man die Verwaltung, eine Plakatierverordnung auszuarbeiten, die nur das Plakatieren bei Wahlen regeln soll. bk