weather-image
15°

In Staudach-Egerndach wurde der Vereinsstadel eingeweiht

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Freudig sahen (von links) Anton Weiß (Feuerwehr), Josef Bauer (Pfeifenerhaltungsverein) und Bastian Starflinger (Jugendförderverein) zu, wie Bürgermeister Hans Pertl den Schlüssel an Trachtenvorsitzenden Klaus Weisser weiterreichte. Dieser nahm den Schlüssel stellvertretend für die beteiligten Vereine entgegen. Zwischen ihnen halb verdeckt Pfarrer Zimmermann. (Foto: Eder)

Staudach-Egerndach. »Wo Menschen von ihrem Egoismus abweichen und sich für die Allgemeinheit einsetzen, da liegt Gottes Segen«, sagte Pfarrer Heinrich Zimmermann bei der Einweihung des neuen Vereinsstadels. Nach einem Jahr Bauzeit und 1950 Arbeitsstunden wurde das Gebäude nun feierlich seiner Bestimmung übergeben.


Im Namen der vier am Stadel beteiligten Vereine – der Pfeifenverein, der Jugendförderverein, die Freiwillige Feuerwehr und der Trachtenverein – dankte Trachtenvorstand Klaus Weisser der Gemeinde für die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches. Nun sei der schöne Stadel fertig und der Trachtenverein auch schon eingezogen. Die Bühne für das Gaufest im kommenden Jahr könne bereits im neuen Vereinsstadel gelagert werden. Das Gebäude bedeute eine große Erleichterung, da nun das Material, die Geräte und nötigen Utensilien an einem Ort gelagert werden können und nicht mehr in verschiedenen Gebäuden und Ställen bei Privatleuten gelagert werden müssen.

Anzeige

Ein über die Jahrzehnte immer wieder geäußerter Wunsch nach einem Stadel konnte nun erfüllt werden, betonte auch Bürgermeister Hans Pertl. Im Zuge des Bebauungsplanes Maierfeld habe man ein passendes Grundstück direkt zwischen Bauhof und Schule gefunden. Pertl freute sich, dass die Grundeigentümer, die Familie Schürf, bereit war, das Grundstück zu verkaufen. Dass die Vereine dieses Projekt finanziell nicht ganz alleine stemmen können, sei ihm klar gewesen, sagte der Bürgermeister. Nachdem die Vereine wussten, wieviel Holz benötigt wurde, fragten sie bei den Forstberechtigten und dem Forst nach. Bis auf wenige Kubikmeter wurde das Holz gespendet. Einige Wochen vor Kirchweih konnte im vergangenen Jahr der Boden planiert und die Bodenplatte eingebracht werden. Auch das Abbinden und Aufstellen des Stadels folgte noch vor dem Wintereinbruch. Zum Ende wurde nun noch das Pflaster verlegt. Besondere Anerkennung zollte er Hermann Neumayer jun., 2. Vorsitzender des Trachtenvereins und Bauleiter. Pertl: »Ich möchte nicht wissen, wieviele schlaflose Nächte der Bau Hermann Neumayer gekostet hat«. Aber die fleißigen Helfer hätten Neumayer nie im Stich gelassen. Pertl informierte, dass die Gemeinde Eigentümer des Stadels sei und diesen gewissermaßen an die Vereine verpachten, jedoch zu einem Mietzins von Null Euro. Für den Unterhalt müssen die Vereine selbst aufkommen. Die Gemeinde steuerte einen Betrag von rund 70 000 Euro bei.

Mit von der Partie waren beim Bau nicht nur die Trachtenvereinsmitglieder, sondern auch die des Pfeifenvereins, der Feuerwehr und des Jugendfördervereins. Gemeinsam gelang es den 21 auf 10 Meter großen und 6 Meter hohen Holzstadel so zu gestalten, dass dieser nicht nur Platz für alle notwendigen Vereinsmaterialien bietet, sondern auch als Veranstaltungsbereich dienen kann. Im Inneren wurden für die Vereine absperrbare Boxen geschaffen. Durch das große Schiebtor kann die Front fast vollständig geöffnet werden.

Symbolisch überreichte Bürgermeister Pertl den Schlüssel an die Vereinsvorstände und wünschte viel Glück und Freude mit dem Bauwerk. Mit einer großen Kirtahutschn, die vor allem der Jugend viel Spaß bereitet, einer guten Brotzeit und in einem liebevoll herbstlich dekorierten Stadel wurde die Einweihung gemeinsam gefeiert. Den kirchlichen Segen spendete Pfarrer Zimmermann. tb

Facebook Traunsteiner Tagblatt