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In Prien mit Schreckschusspistole hantiert: Vorfall in Apotheke geklärt

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Foto: dpa/Uli Deck

Prien – Einen Fall, wonach eine Apothekerin in Prien eine Schreckschusspistole auf zwei Kunden gerichtet haben soll, hat die Polizei jetzt aufklären können. Die Apothekerin hatte sich am 17. Dezember 2016 während des Notdiensts in der Apotheke von dem Paar bedroht gefühlt.


Aus Besorgnis um ihre eigene Sicherheit holte sie die Waffe hervor und zeigte sie dem Duo. Inzwischen stellte sich heraus, dass das drogensüchtige Paar die Apothekerin zuvor massiv bedroht hatte, weil es unbedingt von ihr Spritzen haben wollte. Der Mann, 25 Jahre alt, sitzt mittlerweile wegen anderer Delikte im Gefängnis.

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Nach dem Vorfall hatte das Paar bei der Polizei zunächst vorgebracht, dass es von der Apothekerin mit einer Pistole bedroht worden sei. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben aber nun, dass das Handeln der beiden einen betäubungsmittelrechtlichen Hintergrund hatte. Der Mann und die Frau versuchten damals, an Spritzen zu gelangen, welche die Apotheke jedoch nicht vorrätig hatte. Darum ließ sie die Apothekerin auch nicht in die Apotheke.

Wenig später gelangte das Paar aber doch mit Hilfe einer unwissenden, dritten Person in die Apotheke. Das Duo bedrängte die Apothekerin und forderte sie massiv und lauthals zur Herausgabe der Spritzen auf. Der mehrmaligen Aufforderung der Apothekerin, die Räumlichkeiten zu verlassen, kamen die beiden nicht nach. Schließlich wusste sich die Apothekerin nicht mehr anders zu helfen, holte ihre Schreckschusswaffe hervor und zeigte sie dem Paar.

Wie die Polizei mitteilt, werden immer wieder Fälle bekannt, in denen Apotheker während des Notdiensts von Suchtpatienten massiv bedrängt werden, um an gewünschte Drogenersatzstoffe beziehungsweise Spritzen kommen. fb