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In Grabenstätt ging der erste Neubürger-Empfang über die Bühne

Grabenstätt. »Also sagen Sie´s bitte einfach, wenn Sie einmal der Schuh drücken sollte«, appellierte Bürgermeister Georg Schützinger an die zahlreichen Neubürger, die er in einem feierlichen Rahmen in der Schlossökonomie empfing. Obwohl der Rathauschef bereits seit fast 30 Jahren im Amt ist, war der Neubürgerempfang auch für ihn eine Premiere.

Im Beisein einiger Gemeinderäte und Gemeindebediensteten ließ Schützinger kurz die Geschichte Grabenstätts Revue passieren und gab einen informativen Einblick in das Leben in der Gemeinde, die verschiedenen Einrichtungen, Vereine, Organisationen, Leistungen und Angebote. Derzeit seien in den verschiedenen Ortsteilen 4200 Bürger gemeldet. Hinzu kämen 400 Personen, die in der Gemeinde einen Nebenwohnsitz haben.

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Rathauschef stellte seine Gemeinde vor

Über die Geschichte könne man sich nicht nur im »Grabenstätter Geschichts- und Häuserbuch« und der zugehörigen Broschüre informieren, sondern auch in einem im Vorjahr eröffneten Römermuseum im Erdgeschoß der Schlossökonomie. Gleich nebenan sei die Dauerausstellung über den »Chiemgau-Impakt«, einen Meteoriteneinschlag (Tüttensee) vor rund 2500 Jahren. Auch wenn die Gemeinde nach wie vor ganz wesentlich bäuerlich geprägt sei, »haben sich in den letzten 20 Jahren auch einige größere Gewerbebetriebe angesiedelt, die zusammen mit einer Vielzahl kleinerer Handwerker und Gewerbetreibender deutlich über 1000 Arbeitsplätze bereitstellen«, lobte Schützinger und erinnerte unter anderem an das neue Gewerbegebiet »Oberwinkl«. Dank des soliden Steueraufkommens könne die örtliche Infrastruktur laufend verbessert werden.

Schützinger stellte auch einige »maßgebliche gemeindliche Einrichtungen« vor, darunter die seit 20 Jahren bestehende Schule am Eichbergfeld, den Kindergarten in Erlstätt, den 2012 eingeweihten Pfarrkindergarten in Grabenstätt, die beiden neuen Feuerwehrhäuser, das Sportgelände und die frisch sanierte Sporthalle des SV Erlstätt, das Sportplatzgelände des TSV Grabenstätt und dessen unlängst eingeweihte Sport- und Mehrzweckhalle sowie das entstehende Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt.

Austausch in gemütlicher Runde

Auch die Ortskernsanierung und die 2006 für den Verkehr freigegebene Umgehungsstraße hätten sich bewährt, denn »12 000 Fahrzeuge täglich stellten für die Anwohner eine zuletzt kaum mehr erträgliche Belastung dar«, betonte Schützinger. Geschäftsleiter Andreas Lindlacher gab noch einen Überblick über die Gemeindeverwaltung, die Tourist-Information und den Bau- und Wertstoffhof. Für die musikalische Untermalung sorgte die preisgekrönte Hirschauer Harfenistin Katharina Wiesholler.

»Ums persönliche Kennenlernen« ging es nach dem offiziellen Teil des Empfangs. Dabei nutzten die seit 1. Januar 2012 zugezogenen Bürger die Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde mit Bürgermeistern, Gemeinderäten und Gemeindebediensteten auszutauschen. Die Ortsbäuerinnen servierten dazu schmackhafte Häppchen. mmü