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In Dieperting wird wieder Kalk gebrannt

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Das Einrichten der Kalksteine, die an Seilen abgelassen werden, erfordert Geschick, Sorgfalt und Genauigkeit. Das Foto von 2009 zeigt Willi Haberlander (links) und Franz Gröll. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Die Kalkbrenner-Saison beginnt: Am Samstag etwa ab 9 Uhr beginnen die Ottinger Kalkbrenner beim Kalkofen in Dieperting damit, die Kalksteine einzurichten. Bis zum Anbrennen des Kalkofens dauert es aber noch etwas: Das ist für den 18. Juni vorgesehen, den Tag vor Fronleichnam.


Die Tradition des Kalkbrennens, die in Dieperting bis Ende der 40-er Jahre fester Bestandteil des Wirtschaftslebens war, hat man 1979 aufgegriffen und seitdem in fünfjährigem Turnus ausgeführt, zum letzten Mal 2009. Am Samstag werden die Kalksteine exakt in den Kalkofen eingeschichtet. Dieses Einrichten muss etwa die Form eines Iglus ergeben; denn unter den Steinen muss noch genug Platz sein, um hier das Feuer anzuzünden. Die schweren Kalksteine, die alle aus der Gegend stammen, werden mit einem sogenannten »Galgen« von Hand in den Ofen hinabgelassen und dort so angeordnet, dass sie ein Gewölbe bilden. Nach dem Anheizen brennt der Kalkofen dann rund 100 Stunden lang. he

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