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In die Welt des Films und des Musicals eingetaucht

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In kleinen Gruppen zusammenstehend trugen die Mitglieder des Kolping-Singkreises engagiert ihre Lieder vor. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Ein üppiges Repertoire von gut 20 Melodien aus Musicals und Filmen präsentierte der Jugend-Singkreis der Kolpingfamilie Waging bei seinem Konzert im Pfarrsaal. Und wie man es von dieser kreativen Gruppe unter Leitung von Petra Huber gewohnt ist, wurde daraus ein begeisternder Gesangsabend. Die 25 Mitglieder des Singkreises – größtenteils Mädchen – waren ihr eigenes Orchester; mindestens jedes zweite Mitglied trug mit einem oder gar mehreren Instrumenten zum Gelingen des Abends bei.


Tolles Solo von Schlagzeuger Stefan Fenninger

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Die Gesangsgruppe zeigte sich bestens vorbereitet, und so wurden die Musikstücke zu einem wahren Ohrenschmaus. Den Auftakt bildete Vader Abrahams »Lied der Schlümpfe«, natürlich umgedichtet: Damit stellten sich die Sänger vor, und »Singen woll’n wir bitteschön«. Und so spannte sich dann der Bogen der berühmten Musicals im ersten Teil vom König der Löwen über Mary Poppins, Jesus Christ Superstar, Cats, Mamma Mia oder Hair, um nur die bekanntesten zu nennen. Monika Huber bildete als Solistin beim »Circle of life« aus dem König der Löwen sozusagen den Stereo-Effekt, indem sie ganz allein von der Bühne aus sang. Und auch eine ganze Reihe anderer Sängerinnen kam zu kleinen Soli.

Zu der Kultmelodie »Memory« hatten die Singkreismitglieder ein veritables kleines Orchester aufgeboten. Beim Musical »Joseph« wurden Kerzen entzündet. Bei den letzten Liedern – »Aquarius« und »Let the sunshine« – langmähnige Perücken über, um die gängige Haartracht aus »Hair«-Zeiten zu illustrieren. Schlagzeuger Stefan Fenninger verabschiedete mit einem furiosen Solo die Besucher in die Pause.

Er rief das Publikum schließlich auch zum zweiten Teil nach der Pause. Filmmusik war hier das Motto, und weil ja im Kino vorab auch Werbung läuft, begann der Singkreis auch hier mit einer Werbung, der Melodie von »Adiemus«, das sich offenbar eine Fluglinie für ihre Werbung ausgesucht hat. »I will follow him« aus Sister Act, »Probier’s mal mit Gemütlichkeit« aus dem Dschungelbuch, »The rose« aus dem gleichnamigen Film, der sich an die Biographie der Hippie-Legende Janis Joplin anlehnt, waren ebenso vertreten wie die bekannten Kinderserien Biene Maja, Pippi Langstrumpf und Wickie. Bis zurück ins Jahr 1964 ging die Zeitreise; damals entstand die legendäre Winnetou-Melodie, komponiert von Martin Böttcher. Zum Schluss stand der Rosarote Panther und die Melodie »Wer hat an der Uhr gedreht?«

Dankeslied für die Chorleiterin

Die Sänger hatten noch ein Dankeslied für ihre Chorleiterin parat und überreichten ihr Blumen und ein Geschenk für ihren Einsatz. Auch die Zugaben waren nochmals ein kleines Tüpfelchen auf dem i, etwa mit »Oh happy day«, entnommen dem Teil zwei von Sister act, oder dem Schlaflied »Lalelu«. Spätestens da wussten dann alle, dass es Zeit zum Heimgehen war. he