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In der Weißen Traun wird gebohrt

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Mit einem großen Bohrer wurden in den letzten Tagen die Löcher für die Stahlrohre eingebracht. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Seit einigen Wochen sind im Ortsbereich Siegsdorf vermehrt Bagger und Lkw in der Weißen Traun zu beobachten. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein saniert dort im Bereich zwischen der Traunbrücke und dem Wehr das Flussbett sowie die Uferbereiche. Das ursprünglich an dieser Stelle vorhandene Querbauwerk war seit über einem Jahr stark beschädigt und musste dringend saniert werden.


Um die Eigendynamik des Flusses trotz beengter Verhältnisse an dieser Stelle zu stärken, wurde das Bauwerk komplett entfernt. Das Gefälle im Flussbett, das es nun an dieser Stelle auszugleichen gilt, wird auf einen 500 Meter langen Bereich verteilt.

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Um die Ufer und die teilweise unmittelbar angrenzende Bebauung zu schützen, werden derzeit die Uferböschungen mit großen Wasserbausteinen und Stahlrohren gesichert. Letztere werden dabei durch Vorbohren in den Boden eingebracht und einbetoniert. »Dadurch kann auf das sonst übliche, aufwändige Rammen von Pfählen oder Stahlschienen verzichtet und Erschütterungen der umliegenden Gebäude vermieden werden«, erklärt ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes.

Insgesamt werden bei dieser Maßnahme rund 800 Tonnen Wasserbausteine, 400 Laufmeter Stahlrohr und 70 Kubikmeter Beton verbaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 115 000 Euro. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. FK

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