weather-image
22°

In der Hirschauer Bucht wurde gebaggert

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mit einem Kettenbagger konnte der Mündungsbereich des Hauptkanals, der von Grabenstätt kommend durch das Grabenstätter Moos in die Hirschauer Bucht fließt, von Unmengen Schlamm und Treibholz befreit werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Es müsse gewährleistet sein, dass das Grabenstätter Moos, das das Wasser von überall her aufnehme, dieses auch wieder abgeben könne. Dies hatte der Vorsitzende des Wasser- und Bodenverbandes Grabenstätter Moos, Johann Wimmer, vor wenigen Wochen auf der Jahresversammlung gefordert und seine Worte fanden wohl auch im Landratsamt Gehör.


Die Abteilung Wasserrecht gab unlängst seine schriftliche Zustimmung zum Ausbaggern des Mündungsbereiches des Hauptkanals. Dieser fließt von Grabenstätt kommend durch das Grabenstätter Moos in die Hirschauer Bucht. Noch rechtzeitig vor dem nahenden Winter rückte eine hiesige Firma mit einem Kettenbagger an und befreite den besagten Bereich erstmals von Unmengen von Schlamm und Treibholz.

Anzeige

Das hauptsächlich von der Tiroler Ache stammende Schwemmmaterial hatte den Hauptkanal, der neben dem Mühlbach und dem Rotgraben zu den drei Hauptentwässerungsgräben gehört, über die Jahre so weit aufgestaut, dass die Entwässerung des Grabenstätter Mooses mit den dort befindlichen, 400 Hektar großen, landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht mehr reibungslos funktionierte. Die insgesamt dreistündigen Baggerarbeiten zeigten schon nach kurzer Zeit Wirkung, denn der Wasserspiegel des Kanals sank um 20 bis 30 Zentimeter und die Strömung nahm deutlich zu. Zum routinemäßigen Grabenräumen war Ende September im Grabenstätter Moos bereits ein Bagger mit einem Mähkorb im Einsatz gewesen.

Bereits vor einem Jahr hatten sich im Rahmen eines Ortstermins die Vertreter der Gemeinden Grabenstätt und Übersee, der Wasser- und Bodenverbände, der Unteren Naturschutzbehörde, des Wasserwirtschaftsamtes, des Wasserrechts und der Schlösser- und Seenverwaltung schon einmal über die Verlandungs- und Entwässerungsproblematik im südöstlichen Chiemseebereich informiert.

Doch erst jetzt konnte im Naturschutzgebiet »Hirschauer Bucht« gehandelt werden. Für die Mitglieder des Wasser- und Bodenverbands Grabenstätter Moos haben sich Hartnäckigkeit und Geduld damit ausgezahlt. Da der Sediment- und Treibholzeintrag über die Tiroler Ache unverändert hoch sei und die Verlandung in der gesamten Hirschauer Bucht von Jahr zu Jahr sichtbar zunehme, »hoffen wir darauf, im nächsten Jahr wieder räumen zu dürfen«, betonte Wimmer. mmü