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In der CSU Traunstein bricht eine neue Zeit an

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Traunstein. »Mit dem Beginn der neuen Stadtratsperiode bricht auch eine neue Zeit in der CSU Traunstein an«, verkündete der CSU-Ortsvorsitzende Dr. Christian Hümmer in der Jahreshauptversammlung im Hofbräustüberl. Auch weil der Ortsverband wieder stabil und ernst zu nehmende politische Kraft sei. »Es war ein Kraftakt, ihn einigermaßen geschlossen in und durch den Kommunalwahlkampf zu führen. Dies ist uns mit Ruhe und Gelassenheit gelungen«, stellte er fest.


Die CSU sei die größte Fraktion. Sie habe durchgesetzt, dass erstmals Referenten für Inklusion, Migration sowie Wirtschaft und Stadtplanung gebe. Die Fraktion habe eine klare Haltung bei den finanziellen Auswüchsen bei der Sanierung Klosterkirche, beim Güterhallenprojekt und bei der wirtschaftlichen Entwicklung Traunsteins.

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Mit einer Urkunde dankte Hümmer Gerhard Schneider, der fast 43 Jahre für die CSU Stadtrat, Fraktionsvorsitzender (1990 bis 1996), Dritter Bürgermeister (von 1972 bis 1978) und Zweiter Bürgermeister (von 1978 bis 1984) war. Außerdem war er Referent für Liegen-schaften, Städtische Wohnungen und die Stadtwerke. »Darüber hinaus hat er sich in vielfältiger Weise und außerordentlichem Maße um das Wohl der Allgemeinheit verdient gemacht«, erklärte Hümmer.

Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Osenstätter ging auf stadtpolitische Themen näher ein. Die 2. Vorsitzende der Frauen-Union Traunstein, Christine Ahlheim, wies in ihrem Rechenschaftsbericht auf die Informationsveranstaltung »Energiesparende Haushaltsgeräte« und den Besuch beim Biobauern Ernst Harrecker hin. Von der Frauen-Union sei das Thema »Senkung der Kindergartengebühren« initiiert und ein Antrag in den Stadtrat eingebracht worden.

Die Junge Union habe sich stark im Kommunalwahlkampf engagiert, aber nur ein Stadtratsmandat erreicht, weil die JU-Kandidaten zu wenig bekannt gewesen seien, sagte der Vorsitzende Florian Kick. Die JU werde auch in Zukunft bei wichtigen Themen dabei blei-ben, denn sie sei eine motivierte Truppe. Dietmar Göger, Vorsitzender der Senioren-Union, erhoffte sich weitere Mitgliederzuwächse, weil die Senioren immer mehr würden. Gut besucht seien die regelmäßigen und lebhaften Stammtische.

Schließlich hielt Jürgen Pieperhoff, Geschäftsführer des Stadtmarketings Traunstein, ein Referat mit dem Thema »Braucht Traunstein die Landesgartenschau?«. Als Vorteile nannte er die Elemente einer mittelfristigen Stadtplanung, die Schaffung von Naherholungsgebieten, die touristische Wahrnehmung in ganz Deutschland und die Kooperation von Stadt und Bürgern.

Traunstein sei dafür geeignet, habe aber keine zusammenhängenden Flächen. Deshalb sei der entscheidende Punkt, dass es eine Plattform gebe, wo alle miteinander redeten. Hier sah er die Defizite bei der Bewerbung Traunsteins. Beim Besuch seien nur der Oberbürgermeister, einige Stadträte und die Kommission dabei gewesen, aber keine Bürger, die gezeigt hätten, »wir Traunsteiner wollen die Landesgartenschau«. Es habe zwar eine Bürgerwerkstatt gegeben, aber das Architekturbüro habe bereits ein fertiges Konzept vorgelegt, sagte Günter Buthke. Letztlich seien die guten Ideen der Traunsteiner nicht berücksichtigt worden. Bei einer Neubewerbung müsse man nicht nur mehr miteinander reden, sondern auch die benötigten Grundstücke sichern, weil es auf die nachhaltige Nutzung als Naherholungsgebiete ankomme.

Wolfgang Osenstätter erklärte, die CSU-Fraktion trage eine nochmalige Bewerbung mehrheitlich mit, wenn es ein vernünftiges Konzept gebe, das bezahlbar sei und Traunstein nach vorne bringe. Hümmer meinte, Traunstein habe dann die Chance, Projekte anzustoßen und Geld dafür zu bekommen, die ohnehin anstünden. Zur Landesgartenschau würden mehrere 100 000 Menschen kommen, ihr Geld hier lassen und vielleicht auch wiederkommen. Traunstein müsse zwar die Kosten schultern, aber nicht allein und über mehrere Jahre verteilt. Bjr

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