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In besonderer Weise um Traunstein verdient gemacht

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Die Ehrenmedaille der Stadt Traunstein verlieh Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts) an Konrad Obermaier, Dieter Reichenau und Gerhard Schneider (von links). (Foto: Buthke)

Traunstein – Die Ehrenmedaille, eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt Traunstein, verlieh Oberbürgermeister Christian Kegel an die ehemaligen, langjährigen Stadtratsmitglieder Konrad Obermaier, Dieter Reichenau und Gerhard Schneider. Die Ehrenmedaille wird seit 1973 an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf den unterschiedlichsten Gebieten in besonderer Weise um die Stadt Traunstein verdient gemacht haben. Bis heute haben nur 33 Menschen diese Ehrung erhalten.


Engagement in den verschiedensten Bereichen

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Konrad Obermaier engagierte sich über 20 Jahre lang (von 1990 bis 2008 und von 2010 bis 2014) als Stadtrat für die Belange der Stadt Traunstein. Über zwölf Jahre lang war er SPD-Fraktionsvorsitzender. Zudem war er Referent für das Krankenhaus und das Schwimmbad. »Als Lehrer der Staatlichen Berufsschule II Traunstein zeichnet er seit 1995 bis heute für Schulpartnerschaften und internationale Projekte verantwortlich«, sagte Kegel. Seit 1994 setzt er sich außerdem als Vorstandsmitglied der Traunsteiner Naturfreunde für die Mali-Hilfe ein und ist sowohl im Förderverein der Kaufmännischen Berufsschule wie auch bei der Arbeiterwohlfahrt ehrenamtlich tätig.

Dieter Reichenau war 24 Jahre lang (von 1984 bis 2008) für die SPD im Stadtrat. Von 1990 bis 2002 setzte er sich als Referent für die Belange der Feuerwehren ein. Von 1993 bis 2005 war er Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Traunstein und Mitglied im geschäftsführenden AWO-Kreisvorstand. Von 1979 bis 1998 führte er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Traunstein. »Dieter Reichenau ist bis heute für die Stadt Traunstein tatkräftig im Einsatz. Von 2008 bis 2014 war er Vorsitzender des Seniorenbeirats. Er ist weiterhin als Mitglied dieses Gremiums für die älteren Bürger der Stadt ein Ansprechpartner«, so Kegel.

Schneiders Verdienste waren nur verkürzt wiederzugeben

Seinen allergrößten Respekt sprach das Stadtoberhaupt Gerhard Schneider für sein ehrenamtliches Engagement aus, »das seinesgleichen sucht«. Schneider stehe für gesellschaftliche Verantwortung und Bürgersinn im allerbesten Sinne. Kegels Darstellung seines enormen Engagements konnte daher nur eine verkürzte Darstellung sein.

Von 1971 bis 2014, also 43 Jahre lang, war Schneider Stadtrat. Von 1972 bis 1978 war er Dritter Bürgermeister und von 1978 bis 1984 Zweiter Bürgermeister. Den Vorsitz der CSU-Stadtratsfraktion hatte er von 1990 bis 1996 inne. Er war Referent für Liegenschaften, städtische Wohnungen und Stadtwerke.

Bei der DJK Traunstein engagiert er sich seit 1961 in verschiedenen Ämtern. Noch heute ist er Sportwart und Mitglied des Vereinsausschusses. Von 1955 bis 1959 war er maßgeblich am Aufbau der Kolpingjugendarbeit beteiligt. Als Bezirksvorsitzender des Kolpingwerks und seit 1970 als Organisator der Altpapier- und Altkleidersammlung hat er sich hohe Verdienste erworben.

Darüber hinaus war er Gründungsmitglied der Jungen Union Traunstein und später Vorsitzender des CSU-Ortsverbands. Als Pfarrgemeinderat von St. Oswald setzt er sich für seine Kirchengemeinde ein. Für sein Engagement wurden ihm bereits einige Auszeichnungen verliehen, darunter 1997 das Bundesverdienstkreuz.

In die Politik gegangen, um etwas zu bewegen

»Sie sind vor Jahr und Tag in die Politik gegangen, um etwas zu bewegen, Sie haben Verantwortung übernommen und als Stadträte für die Stadt gewirkt, der Sie sich verbunden fühlen«, richtete sich Kegel an die Geehrten. Sie hätten viel Zeit, Ideen und Kräfte aufgewandt, um bürgerschaftlich und ehrenamtlich tätig zu sein. Kegel sprach ihren Familien ganz besonderen Dank für ihr Verständnis und die jahrzehntelange Unterstützung aus. »Mit einer Tätigkeit in einem politischen Gremium und mit einem Ehrenamt geht immer einher, dass für nahestehende Menschen und für andere Interessen nur wenig Raum bleibt«, so der Oberbürgermeister. Ohne großherzige und tolerante Familie, die einem den Rücken stärke, sei derartiges Engagement nicht denkbar.

Obermaier wies auf die zahlreichen Großprojekte hin, mit denen der Stadtrat vor allem seit den 90er Jahren befasst war: vom Kanalbau in Kammer/Rettenbach über die Sanierung des Alten Landgerichts, Salzmeieramts, Rathauses und Stadtplatzes bis hin zum Hochwasserschutz. Warum man sich das antue? Zum einen rechne man nicht damit, in den Stadtrat gewählt zu werden und zum anderen wisse man nicht, was auf einen zukomme. »Aus dem Ehrenamt wurde eine zeitintensive Nebenbeschäftigung«, so Obermaier. Aber es habe ihn mit Freude und Stolz erfüllt, wie ein Projekt nach dem anderen umgesetzt worden sei.

Lob für gute Zusammenarbeit der Fraktionen

Seine Devise sei stets gewesen, dass Meinungsverschiedenheiten sachlich ausgetragen werden müssen, sagte Reichenau, der die gute Zusammenarbeit der Fraktionen hervorhob. Im Planungsausschuss habe er sämtliche Planungen unterstützt, »weil ich nie ein Bedenkenträger war«. Er sei auch in der Arbeitsgruppe Stadtplatz dabei gewesen. Er sei stolz, dass der Stadtplatz ein Aushängeschild geworden sei. Seine letzte Aktion sei dann die Gründung eines Seniorenbeirats gewesen.

»Es war nicht immer ganz einfach, aber die meiste Zeit habe ich in guter Erinnerung«, meinte Schneider. Er habe sich im Rathaus besser ausgekannt als Daheim. »Als selbstständiger Handwerksmeister war es jedoch nicht immer einfach«, gestand Schneider. Bjr

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