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Imposantes Holzkreuz als Blickfang

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Unsere Leserin Gudrun Kirschbaum aus Wang bei Nußdorf hat das Holzkreuz entdeckt, als sie vom Wolfsberg aus auf den Zinnkopf gegangen ist. Das Foto, das sie davon aufgenommen hat, brachte sie bei uns in der Redaktion vorbei. Und wir fanden nach mehreren Telefonaten heraus, wer es gemacht hat: Max Poschner aus Aichwies in der Gemeinde Wonneberg.

Siegsdorf – Was für ein imposanter Anblick: Ein fast zwei Meter hohes Holzkreuz, herausgeschnitten aus einem mächtigen Fichtenstamm, steht seit kurzem am Forstweg zwischen Wolfsberg und dem Gipfel des Zinnkopfs. Der 30-jährige Max Poschner aus Aichwies in der Gemeinde Wonneberg hat es mit der Motorsäge geschaffen.


Der Forstwirt, der beim Forstbetrieb Berchtesgaden beschäftigt ist, hat schon als Jugendlicher seine Leidenschaft für Motorsägenkunst entdeckt. Inzwischen schuf er zahlreiche Holzskulpturen, zum Beispiel zwei überlebensgroße Fußballer, die auf die Festwoche zum 50-jährigen Bestehen der DJK Otting hinwiesen. Löwen, Drachen, Musikanten – vieles ließ Max Poschner schon aus Holzstämmen erwachsen.

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Vor einiger Zeit kam der Senner von der Lechner-Hütte auf dem Wolfsberg auf den Forstwirt zu. Sein Wunsch: ein Holzkreuz. Aus dem Stamm einer vom Borkenkäfer befallenen Fichte schnitt Max Poschner ihm vor rund drei Wochen mit seiner Motorsäge das Kreuz heraus. Beim Schleifen und Einölen halfen ihm nicht nur der Senner selbst, sondern auch sein Arbeitskollege Reinhard Albrecht, der in der Nähe wohnt.

Nicht ohne Grund ist aus dem Holzkreuz in der Mitte noch einmal ein Kreuz herausgeschnitzt. »Ich wollte, dass durch das Kreuz hindurch die Sonne und der Mond scheinen können.« Bei Dunkelheit soll dann überhaupt nur noch das vom Mondschein erhellte Kreuz in der Mitte auszumachen sein. »Das Kreuz sollte ein Blickfang sein«, sagt er. Und das ist es in der Tat: »Der Senner hat mir erzählt, dass er schon oft darauf angesprochen worden ist. Es gefällt den Leuten«, berichtet er. Geplant ist, das Holzkreuz auch noch zu weihen. san

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