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Im Zeichen von Ross und Reiter

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Auf gutes Wetter, viele Zuschauer und einen unfallfreien Verlauf hofft der Leonhardiverein Wonneberg, wenn er am Sonntag den traditionellen Leonhardiritt veranstaltet. Der Umritt beginnt um 10 Uhr.

Wonneberg – Ganz im Zeichen prächtig geschmückter Rösser und Pferdegespanne steht St. Leonhard am Sonntag anlässlich des traditionellen Leonhardiritts.


Veranstaltet wird der Festzug vom Leonhardiverein Wonneberg. Los geht es mit dem Patroziniumsgottesdienst, der um 8.30 Uhr in der Wallfahrtskirche St. Leonhard beginnt. Im Anschluss – gegen 9.30 Uhr – stellen sich die Teilnehmer in Köpfelsberg auf.

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Von dort ziehen Reiter, Kutschen und die Festwägen um 10 Uhr in den Ort und über den Hochweg Richtung Ruhsdorf. Dann geht es zurück nach St. Leonhard. Bei ihren zwei Runden durch das Dorf ziehen Ross und Reiter auch am Schulhaus sowie am Feuerwehrhaus vorbei. Während des Umzugs ist die Ortsdurchfahrt von St. Leonhard für den gesamten Straßenverkehr gesperrt.

An der Wallfahrtskirche St. Leonhard wird Pfarrer Helmut Bauer Reiter und Pferde segnen und um deren Schutz vor Krankheit, Seuche und anderen Gefahren bitten. Der Geistliche nimmt selbst hoch zu Ross an dem Umritt teil.

Mehr als 100 Pferde erwartet der Leonhardiverein Wonneberg zu seiner Traditionsveranstaltung. Auf drei Motivwägen sind die Kirchen St. Leonhard und Kirchhalling sowie der heilige Isidor dargestellt. Die Musikkapellen Surberg-Lauter und Otting sorgen für den guten Ton während des Umzugs. Pferdesportvereine aus den umliegenden Städten und Gemeinden haben ihr Kommen ebenfalls zugesagt. Daneben werden die zahlreichen Ortsvereine sowie die Mitglieder des Trachtenvereins Waging für ein stimmungsvolles Bild sorgen. Nach dem Leonhardiritt treffen sich die Teilnehmer und Zuschauer im ehemaligen Gasthaus Parzinger zum zünftigen Ausklang.

Seit dem 15. Jahrhundert werden in St. Leonhard Umritte abgehalten. Zwischen 1966 und 1972 fanden keine Pferdewallfahrten statt; Grund war der drastische Rückgang des Pferdebestands aufgrund der fortschreitenden Technisierung der Landwirtschaft und das damit verbundene schwindende Interesse an der Veranstaltung. Für den 45. Ritt seit der Wiedergründung des Vereins hofft dessen Vorsitzender Matthias Mader auf viele Zuschauer, gutes Wetter und eine unfallfreie Veranstaltung. Der Pferdeumritt in St. Leonhard ist der letzte des Jahres 2017. mia

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