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»Im Takt der Natur – Achental erleben«

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In dem ehemaligen Hallenbad in Unterwössen soll eine Almenausstellung und eine gemeinsame Tourist-Info der Achental-Gemeinden entstehen.

Unterwössen – Der Unterwössner Gemeinderat war aufgerufen, über das Raumkonzept und die Kosten für die zentrale Achental-Touristinformation mit geplanter Almenausstellung zu entscheiden. In der Sitzung wurden aber auch die Planungen für diesen Bereich des Hallenbadumbaus erstmals öffentlich präsentiert. Der namhafte Grazer Ausstellungsdesigner Andreas Zangl stellte diese vor.


Zangl beschrieb den Gemeinderäten und einer ganzen Reihe von Zuhörern, wie die Beteiligten in Gesprächen und Diskussionen die Stärken des Achentals ermittelt haben. Das habe letztlich zum Projekt »Im Takt der Natur – Achental erleben« für die neu entstehenden Räume mit Tourist-Information, Foyer und Almen-Ausstellung geführt. Das Leitmotiv »Im Takt der Natur« spiegele das für diese Region unverwechselbare Spiel zwischen Natur und Kultur über die Zeiten hinweg wider, wie es sich insbesondere in den Almgebieten offenbare.

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Zusammenarbeit zwischen vier Gemeinden

Das Symbol für dieses Projekt sei der Schmetterling. »Wie sich seine vier Flügel hoch koordiniert im Flug bewegen, so arbeiten die vier Tourismusgemeinden Schleching, Unterwössen, Marquartstein und Staudach-Egerndach im Achental zusammen, um den Gästen die Vorzüge der Tourismusregion nahezubringen«, beschrieb es der Designer.

Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) ließ auch den Zuhörer Peter Linsenmann, Geschäftsführer des Achental-Tourismus', zu Wort kommen. Der sieht, wie die Gestaltung der Räume und die modernen Arbeitsplätze Einfluss auf die Zusammenarbeit von Gästen und Tourist-Information nehmen wird. Für ihn soll die zentrale Tourismusanlaufstelle »Zentrum Achental« Mitarbeiter der Tourist-Informationen, Gäste, Gastgeber, Schulen und Vereine eng zusammenbringen. Er hofft auf einen regen Austausch, damit sich alle mit diesem neuen Zentrum Achental identifizieren können.

Wie könne gerade auch auf die Eigenheiten des Achentals eingegangen werden, wollte Gemeinderat Matthias Schweigl (CSU) wissen. Dies entstehe aus der engen Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein und anderen örtlichen Stellen, beschrieb Zangl.

Was wäre, wenn sich die Ausstellung vielleicht nach fünf Jahren überholt habe, nicht mehr so wahrgenommen werde, wollte Hermann Minisini (CSU) erfahren. Aufgrund der modernen Ausrichtung der Ausstellung und den Möglichkeiten, vorhandene Präsentationsmittel mit wenig Aufwand auf andere Themen, neue Bilder umzurüsten, glaubt Zangl, dass die Ausstellung acht bis zehn Jahre aktuell bleiben könne.

Auf Nachfrage von Gemeinderätin Sandra Sonntag (Wählervereinigung) bezeichnete es Bürgermeister Ludwig Entfellner als »großes Anliegen, das Ökomodell Achental in die Tourismusarbeit einzubinden und die Schlagkraft dieser Organisation zu nutzen«. Auf Nachfrage von Gemeinderat Josef Kurz Hörterer (CSU), wie der Heimat- und Geschichtsverein zu den Plänen stehe, zeigte sich Zuhörer und Vorstand Dr. Grabmüller begeistert. Er stehe voll hinter dem Konzept. Der Heimat- und Geschichtsverein wäre allzeit eng in die Planungen eingebunden.

Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger sieht im Umbau des Hallenbads ein deutliches Signal nach außen, dass die Achental-Gemeinden investieren und gemeinsam anpacken. »Wenn es uns vor diesem Hintergrund gelingt, die Vermieter mit ins Boot zu nehmen, wird das eine großartige Sache.« Bürgermeister Ludwig Entfellner meinte, ihm sei eines bewusst geworden: »Je länger wir mit den anderen Achental-Gemeinden an diesem Projekt arbeiten, umso mehr wird mir bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit ist und welche Chancen sie uns allen bietet.«

Der Gemeinderat erklärte sich in einem Beschluss mit dem vorgestellten Konzept und seinen Kosten einverstanden – bei einer Gegenstimme von Sandra Sonntag. Über die Kosten berichtet das Traunsteiner Tagblatt im Rahmen eines Berichts über die derzeitige Kostenplanung des Hallenbadumbaus gesondert.

»Miteinander kommt man einfach weiter. Das ist für mich eine ganz wesentliche Erkenntnis unserer Zusammenarbeit« betonte auch Bürgermeister Sepp Loferer aus Schleching. Das Konzept »Im Takt der Natur« stimme mit den Zielen der Ökomodellregion sowie des Bergsteigerdorfs Schleching zum sanften Tourismus bestens überein. »Ich sehe das alte Bad auch als Kommunikations- und Erlebniszentrum für das Achental.« lukk